Verbraucherschützer warnen vor zwielichtigen Sperrmüllentsorgern

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Wer ein Unternehmen für die Entsorgung seines Hausrats engagieren will, sollte genau hinschauen: Die Verbraucherzentrale Hamburg hat vor privaten und oft unseriösen Sperrmüllunternehmen gewarnt. Einige Anbieter „erwecken den Eindruck, ein städtischer Versorger zu sein“, verlangten bei der Abholung aber „viel höhere Preise“ als zunächst vereinbart, erklärten die Verbraucherschützer am Donnerstag.

Solche „Trittbrettfahrer versprechen am Telefon einen annehmbaren Preis von 25 bis 35 Euro pro Kubikmeter Sperrmüll“. Vor Ort berechnen die Mitarbeiter des Unternehmens laut Verbraucherzentrale dann allerdings die Müllmenge anders oder verbuchen Gegenstände als vermeintlichen Sondermüll. „Von den dubiosen Firmen geforderte Stornierungskosten und Verdienstausfallgebühren“ seien sogar oft illegal, warnten die Verbraucherschützer.

Sie rieten Betroffenen, sich bei einer beauftragten Sperrmüllabholung nicht einschüchtern zu lassen und auf einen vorab vereinbarten Preis zu bestehen. Nützt das nichts oder sind die Verbraucher unsicher, hilft demnach im Zweifel das Widerrufsrecht – auch wenn die Firmen darauf üblicherweise nicht hinweisen. Wer nur telefonisch oder per E-Mail einen Vertrag mit einem privaten Entsorger geschlossen hat, kann davon grundsätzlich noch 14 Tage lang zurücktreten, wie die Verbraucherzentrale betonte.

Vorab kann ein prüfender Blick auf die Website eines Anbieters und speziell ins Impressum dabei helfen, dass es so weit gar nicht erst kommt. Generell raten die Verbraucherschützer, von privaten Unternehmen lieber Abstand zu nehmen und stattdessen dem zuständigen öffentlichen Müllentsorger zu vertrauen.

dwo/muk