Online-Anträge auf Bafög sollen schneller bearbeitet werden

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Studierende und Schüler sollen künftig einfacher Bafög beantragen können und schneller eine Antwort erhalten. Möglich machen soll das der neue Antragsassistent „Bafög Digital“, den die ersten fünf Bundesländer am Montag an den Start brachten. Die anderen Bundesländer sollen sukzessive folgen. „Bereits beim Ausfüllen des Antrags lassen sich nun Fehler vermeiden sowie Nachweise niedrigschwellig hochladen“, erläuterte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin. Der neue digitale Bafög-Antrag werde „erhebliche Erleichterungen für Schülerinnen, Schüler, Studierende sowie die Verwaltungen mit sich bringen“.

Die ersten fünf Bundesländer sind Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Markus Richter, Regierungsbeauftragter für Informationstechnik im Bundesinnenministerium, erklärte: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der flächendeckenden Digitalisierung der Verwaltung mit einem besonderen Schwerpunkt auf Leistungen, die für viele Menschen in diesem Land wichtig sind. Hier hat das Bafög mit hunderttausenden Bezugsberechtigten pro Jahr eine hohe Relevanz.“

Das Projekt ist Teil des gemeinsamen Vorhabens von Bund, Ländern und Kommunen, alle wesentlichen Behördengänge bis Ende 2022 digital zu ermöglichen – so wie es das Onlinezugangsgesetz (OZG) vorsieht. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen online für jedes Anliegen im Schnitt nur noch halb so viel Zeit benötigen wie offline. Das Bafög kann seit 2016 digital beantragt werden.

ilo/jm