Sport in NRW: Vor 1605 Zuschauern: THW gibt Sieg gegen Veszprem noch aus der Hand

Bester Werfer mit neun Toren: Kiels Sander Sagosen

Bild: Bester Werfer mit neun Toren: Kiels Sander Sagosen (FIRO/FIRO/SID/ FIRO/FIRO/SID/)

Trotz einer starken Vorstellung von Ausnahmespieler Sander Sagosen hat der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel den vierten Sieg in der Gruppenphase der Champions League verpasst. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha kam vor 1605 Zuschauern gegen den zuvor verlustpunktfreien ungarischen Rekordchampion Veszprem HC nicht über ein 31:31 (18:20) hinaus, wenige Minuten vor dem Ende hatte der THW noch mit vier Toren vorne gelegen.

Sagosen avancierte mit neun Toren zum besten Werfer der Kieler, die bereits zum 21. Mal auf ihr ungarisches Pendant trafen. Erstmals endete das Aufeinandertreffen dabei ohne Sieger. Beide Mannschaften kämpfen Ende das Jahres noch um den Königsklassen-Titel der Vorsaison, der Ende des Jahres beim Final-Four-Turnier in Köln ausgespielt wird.

Die Topfavoriten der Gruppe B legten im ersten Abschnitt furios los. Der THW, bei dem gerade zu Beginn fast alles über Sagosen lief, ließ aber in der Deckung zu viele Lücken – 20 Gegentreffer zur Pause waren klar zu viel. Nach der Pause fielen dann deutlich weniger Treffer, auch weil die Gastgeber mit Welthandballer Niklas Landin zwischen den Pfosten deutlich stabiler standen.

Beim 26:25 (47.) hatte Kiel den Rückstand gedreht – und beim 31:27 (55.) lag der THW sogar mit vier Treffern vorn. Doch dann legten die weiter ungeschlagenen Gäste einen starken Schlussspurt hin.

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