Sport in NRW: Ringer-Bundesliga droht Corona-Aus: 15 von 26 Klubs schon weg

Ringen: Bundesliga droht der Abbruch

Bild: Ringen: Bundesliga droht der Abbruch (AFP/SID/JACK GUEZ AFP/SID/JACK GUEZ)

Der Ringer-Bundesliga gehen in der Corona-Krise die Vereine aus, der höchsten deutschen Kampfklasse droht durch die neuen Maßnahmen der Abbruch. Keine vier Wochen nach dem Saisonstart haben bereits 15 von 26 Mannschaften in der dreigleisigen Liga ihren Rückzug erklärt. In der Nordwest-Staffel stehen der ASV Mainz und KSK Neuss bereits als Viertelfinal-Teilnehmer fest – alle anderen Team haben schon zurückgezogen.

„Wir sind bereit, werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt nur noch mit maximal zehn Leuten gleichzeitig trainieren“, sagte Fatih Cinar, Sportlicher Leiter der Neusser, der Neuß-Grevenbroicher Zeitung. Dass sein KSK aber in der K.o.-Runde noch einmal ran muss, ist sehr fraglich.

Am Montag meldeten mit dem KV Riegelsberg, ASV Hüttigweiler, den Wrestling Tigers Rhein/Nahe und dem AV Germania Markneukirchen gleich vier Vereine ihre Teams ab. Vorjahres-Halbfinalist SV Alemannia Nackenheim folgte am Dienstag, der KSV Witten hatte kurz vor Beginn der Meisterschaftsrunde das Handtuch geworfen. All das noch vor Bekanntwerden der neuen Corona-Maßnahmen, die vor allem den Kontaktsport hart treffen.

Diese sowie die wirtschaftliche Situation sind hauptursächlich für die Klubflucht aus dem Wettkampfbetrieb. Zuletzt waren schon teilweise nur noch 100 Personen zu den Kampfabenden zugelassen. Abzüglich der Aktiven, Betreuer und Helfer blieben kaum 30 zahlende Zuschauer. Da die Klubs keine TV-Gelder erhalten, wird der Liga-Betrieb ein nicht aufzufangendes Minus-Geschäft.

Die verbliebenen Teams nehmen den Deutschen Ringer-Bund in Sachen Saisonfortsetzung in die Pflicht. „Vom DRB sollte ein klares Statement kommen“, sagte Vorsitzender Reimund Heeg vom Südost-Bundesligisten KSC Hösbach, dem Main-Echo.

© 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln