Sport in NRW: Krösche sieht Werner-Transfer „als nicht so extrem und problematisch“ an

Markus Krösche, Timo Werner und Oliver Mintzlaff

Bild: Markus Krösche, Timo Werner und Oliver Mintzlaff (FIRO/FIRO/SID/ FIRO/FIRO/SID/)

Sportdirektor Markus Krösche vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hat den Transfer von Nationalstürmer und Torjäger Timo Werner zum FC Chelsea nochmals verteidigt und sieht die Mannschaft auf einem guten Weg, die Lücke peu a peu zu füllen. „Ich sehe das nicht so extrem und problematisch. Wir haben in den letzten Spielen sehr viele Tore geschossen und Chancen herausgespielt“, sagte der Ex-Profi im Doppelpass bei Sport1, nachdem die Sachsen am Samstagabend im Spitzenspiel der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach 0:1 verloren hatten und die Tabellenführung abgeben mussten.

Es zwar der zweite Rückschlag nach dem 0:5 in der Champions League unter der Woche bei Englands Rekordmeister Manchester United. Krösche weiter: „Wir haben immer gesagt, dass wir den Verlust von Timo Werner im Kollektiv kompensieren wollen. Wir wollten dem Team unterschiedliche Fähigkeiten hinzufügen, und das haben wir auch geschafft.“

Vor der Neuauflage des Champions-League-Halbfinales der vergangenen Saison am Mittwoch (21.00 Uhr) gegen Frankreichs Abonnementchampion Paris St. Germain äußerte sich Krösche selbstbewusst: „Wir wollen gegen Paris die drei Punkte in Leipzig lassen, dann haben wir eine gute Ausgangsposition.“

Die Ziele der Roten Bullen seien nach wie vor ambitioniert. „Wir wollen natürlich unter die ersten vier und auch wieder in die Champions League kommen“, betonte der 40-Jährige, „auch im DFB-Pokal wollen wir weit kommen. Wir sind zuletzt bis ins Halbfinale der Champions League gekommen. Wir haben auf jeden Fall einen hohen Anspruch an uns selbst.“

Der Sportdirektor der Sachsen fordert indes von den RB-Profis mehr Entschlossenheit. „Wir müssen uns gegen gut verteidigende Mannschaften wie Gladbach oder Manchester United im letzten Drittel noch besser durchsetzen, zielstrebiger sein“, äußerte Krösche.

Er appellierte allerdings, die nötige Geduld aufzubringen. „Das dauert etwas, das ist ein Prozess und eine Entwicklung, die wir gehen müssen und auch wollen. Wir wollen immer das Maximum, und das will Trainer Julian Nagelsmann genauso. Aber ich würde nicht sagen, es geht ihm nicht schnell genug. Entwicklung braucht Zeit.“

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