Sport in NRW: WBC-Champ Fury sieht Boxen als Mittel gegen Depression

Tyson Fury ist WBC-Titelträger

Bild: Tyson Fury ist WBC-Titelträger (AFP/SID/JOHN GURZINSKI AFP/SID/JOHN GURZINSKI)

Weltmeister Tyson Fury sieht im Boxen ein zentrales Mittel gegen eine Rückkehr seiner mentalen Probleme. „Das Boxen ist auf jeden Fall mein Schild gegen die Depression. Durch den Sport bleibe ich glücklich und zufrieden“, sagte der WBC-Champion der Bild am Sonntag: „Außerdem hält er mich gesund und bewahrt mich davor, in Schwierigkeiten zu geraten.“

„The Gypsy King“ Fury hatte im November 2015 in Düsseldorf überraschend Wladimir Klitschko (Ukraine) durch einen einstimmigen Punktsieg entthront. Im Anschluss durchlebte der Brite eine schwierige Zeit mit Drogen-Affären, Depressionen und Selbstmordgedanken. Ein Kontakt zu Klitschko besteht nicht mehr. „Das letzte Mal habe ich richtig mit ihm im Ring gesprochen. Da habe ich ihn die ganze Zeit eine ‚Pussy‘ genannt“, sagte Fury.

Mit einem Karriereende befasst er sich derzeit nicht. „Aktuell schaue ich wirklich von Tag zu Tag und genieße jeden Tag meines Lebens. Ich bin momentan 32 Jahre alt, also weiß ich nicht, wie lange ich noch boxe“, sagte er. Seinen nächsten Kampf wird Fury nicht gegen den US-Schwergewichtler Deontay Wilder, sondern gegen einen noch unbekannten Gegner bestreiten. Fury hatte seinen WBC-Titel im Februar gegen Wilder gewonnen, nachdem das erste Duell 2018 mit einem Unentschieden geendet hatte.

© 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln