Sport in NRW: Drei Jahre Werder: Dabei wollte Kohfeldt gar kein Profi-Trainer werden

Eigentlich schloss Kohfeldt eine Trainer-Karriere aus

Bild: Eigentlich schloss Kohfeldt eine Trainer-Karriere aus (FIRO/FIRO/SID/ FIRO/FIRO/SID/)

Gut drei Jahre ist Florian Kohfeldt schon Cheftrainer bei Werder Bremen – dabei wollte der 38-Jährige zu Beginn seiner Karriere nie bei den Profis arbeiten. „Das war für mich während meiner Zeit im Leistungszentrum zunächst komplett ausgeschlossen“, sagte Kohfeldt der Sport Bild. Doch nach der Entlassung von Alexander Nouri war die Not plötzlich groß an der Weser.

„Als Frank (Baumann, d. Red.) mich gefragt hat, habe ich nicht mehr gezögert. Es galt nur: Werder fragt mich um Hilfe ? also mache ich das!“, sagte Kohfeldt, der von Sportchef Baumann Ende Oktober 2017 zum neuen Chefcoach befördert wurde und am 3. November 2017 erstmals auf der Werder-Bank saß. Sein schlimmster Moment seitdem: Das 1:3 bei Mainz 05 am 33. Spieltag der vergangenen Saison. Werder verspielte die letzte Chance, sich selbst direkt vor dem Abstieg zu retten.

„Das war ein Spiel, nach dem ich schlaflose Nächte hatte“, sagte Kohfeldt: „Das war mein schwierigster Moment als Werder-Trainer. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll ? dabei aber versucht, möglichst schnell Lösungen für das Spiel gegen Köln zu erarbeiten.“

Mit dem anschließenden 6:1 gegen den FC Köln erreichte Werder die Relegation gegen den FC Heidenheim – und schaffte im Nachsitzen noch den Klassenerhalt.

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