Sport in NRW: „Von Anfang an Vollgas“: Gislason freut sich auf DHB-Debüt

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Bild: Gislason: „Die Mannschaft ist richtig gut drauf“ (AFP/SID/SASCHA SCHUERMANN AFP/SID/SASCHA SCHUERMANN)

Die deutschen Handballer gehen nach der Bestätigung durch den europäischen Dachverband EHF mit großer Vorfreude in ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason will sich nicht vom Trubel der vergangenen Tage verrückt machen lassen, oberstes Ziel für die Partie am Donnerstag (16.15 Uhr/ZDF) ist ein Sieg.

„Ich freue mich sehr. Die Mannschaft ist richtig gut drauf“, sagte Gislason am Tag vor seinem DHB-Debüt. Er wolle „natürlich Leidenschaft sehen, und dass jeder alles in das Spiel reingibt und dass wir die Bosnier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir wollen von Anfang an Vollgas gehen und das Spiel auch zusammen genießen.“

Am Dienstagabend hatte die EHF einen Antrag der Bosnier auf Spielverlegung wegen mehrerer coronabedingter Ausfälle abgelehnt – und so den Weg für die Länderspiel-Premiere von Gislason erst frei gemacht. „Ich hätte lieber alle dabei gehabt. Die Leute, die da jetzt kommen, habe ich teilweise nie gesehen. Aber es ist leider so gerade“, sagte der Isländer nach dem Abschlusstraining im ISS Dome.

Nach ihrer Ankunft am Mittwochabend in Düsseldorf werden die Bosnier ein weiteres und letztes Mal vor der Partie getestet. Die Proben werden anschließend per Kurier nach Berlin gebracht, der Deutsche Handballbund (DHB) erwartet spätestens Donnerstagmittag die Ergebnisse.

Sollten nicht alle Befunde negativ ausfallen, „wird es laut Gesundheitsamt Düsseldorf eine Einzelfallentscheidung geben“, erklärte DHB-Sportvorstand Axel Kromer bei einer virtuellen Pressekonferenz am Mittwoch.

Die Bosnier traten die Reise ins Rheinland am Mittwoch mit zehn Feldspielern und einem Torhüter von Sarajevo aus an. „Natürlich fühlen wir mit den Bosniern. Es tut uns sehr Leid, dass sie bei Weitem nicht das Team aufbieten können, das sie gerne aufgeboten hätten“, sagte Kromer, betonte aber: „Wir müssen im eigenen Land gegen Bosnien auf unsere eigene Stärke schauen.“

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