Sport in NRW: Löwen-Managerin mahnt zur Ruhe: „WM-Entscheidung liegt nicht bei den Klubs“

Kettemann verlangt mehr Ruhe bei der WM-Entscheidung

Bild: Kettemann verlangt mehr Ruhe bei der WM-Entscheidung (FIRO SPORTPHOTO/FIRO SPORTPHOTO/SID/ FIRO SPORTPHOTO/FIRO SPORTPHOTO/SID/)

In der lauter werdenden Debatte um eine mögliche Absage der Handball-WM im Januar in Ägypten hat Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, mehr Ruhe und Sachlichkeit angemahnt. „Die Entscheidung über die Austragung liegt nicht bei den Klubs“, sagte Kettemann dem Mannheimer Morgen. Eine WM im Januar sei noch „relativ weit weg, deshalb muss auch jetzt noch keine Entscheidung darüber fallen“.

Nach den vier Coronafällen in der Nationalmannschaft ist aber auch Kettemann im Hinblick auf die WM skeptisch. „Wir haben bereits vor Monaten unsere Bedenken geäußert, diese werden in der aktuellen Situation natürlich wieder verstärkt“, sagte die 38-Jährige.

Unterstützung bekam Kettemann von mehreren Seiten. Mindens Geschäftsführer Frank von Behren sagte dem SID zum Thema WM: „Die Austragung des Turniers kann ich mir im Moment nur schwer vorstellen.“ 2007-Weltmeister Christian Schwarzer hielt im Gespräch mit Spox eine WM „aus jetziger Sicht für schwierig“, für Nationalspieler Hendrik Pekeler vom THW Kiel ist sie angesichts der vielen Fälle „eigentlich nicht vertretbar“.

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