Sport in NRW: Steinhaus gegen Frauenquote bei Unparteiischen: Leistung der „Grundpfeiler“

Beim Supercup feierte Bibiana Steinhaus ihren Abschied

Bild: Beim Supercup feierte Bibiana Steinhaus ihren Abschied (FIRO/FIRO/SID/ FIRO/FIRO/SID/)

Bibiana Steinhaus hat sich gegen eine Frauenquote bei Unparteiischen im Profifußball ausgesprochen. Die Leistung müsse „Grundpfeiler“ sein, nur das zähle, sagte die erste Schiedsrichterin, die ein Bundesliga-Spiel pfiff, im ZDF-Sportstudio: „Dann ist eine Quotendiskussion völlig unerheblich.“

Sie selbst habe „einen von 26 Bundesliga-Schiedsrichterplätzen wahrnehmen dürfen“, erklärte Steinhaus, die ihre aktive Karriere als Schiedsrichterin Ende September beendet hatte, betonte dazu aber: „Das wurde über die Leistung generiert und nicht über das Geschlecht. Das war kein Frauenplatz, der war hart erarbeitet.“

Den vorzeitigen Abschied im Alter von 41 Jahren erklärte Steinhaus mit einem angestrebten Perspektivwechsel. Sie habe sich „dem Fußball sehr lange auf dem Platz als Schiedsrichterin verbunden gefühlt. Jetzt war der richtige Zeitpunkt“, sagte sie.

Steinhaus hatte 2017 in der Bundesliga debütiert. Im Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (3:2) leitete sie ihr letztes Profispiel. Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bleibt Steinhaus als Video-Assistentin im „Kölner Keller“ erhalten.

© 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln