Unfall NRW: 30 Löhne – Mit Weihnachtsbäumen beladener Sattelzug kippt um

umgekippter Lkw

Bild: umgekippter Lkw (Polizei Bielefeld presseportal.de)

Bielefeld (ddna)

DV/BAB 30, Richtung Osnabrück, Anschlussstelle Gohfeld – gestern Abend (19. November) ereignete sich auf der BAB 30 ein Verkehrsunfall, bei dem ein Sattelzug aus Weißrussland umgekippt ist. Der 61-jährige Lkw – Fahrer aus Weißrussland befuhr die Autobahn in Richtung Osnabrück. In Höhe der Anschlussstelle Gohfeld verlor der Fahrer aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Sattelzug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Er fuhr eine rechts neben der Fahrbahn befindlichen Böschung hoch. Dadurch kippte der Lkw auf die Beschleunigungsspur und blieb auf der linken Fahrzeugseite liegen. Der Fahrer konnte durch eintreffende Rettungskräfte der Feuerwehr aus seinem Führerhaus befreit werden. Nach ersten Erkenntnissen blieb er unverletzt, wurde aber vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein Herforder Krankenhaus verbracht. Der Sattelzug war mit Weihnachtsbäumen beladen. Die Weihnachtsbäume wurden mit Hilfe der Feuerwehr in Container eines örtlich ansässigen Entsorgungsunternehmen umgeladen. Im Anschluss wurde der Lkw mit einem Kran wieder aufgerichtet. Für die Dauer der Bergungsarbeiten kam es zu Verkehrsbehinderungen, da ein Fahrstreifen gesperrt werden musste. Die Arbeiten an der Unfallstelle wurden um 0:15 Uhr beendet. Insgesamt wird der Sachschaden auf ca. 60.000 Euro geschätzt.

Quelle: Polizei Bielefeld, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Trotzdem ist jeder Tote ein Verkehrsopfer zu viel: 458 Menschen starben 2019, 32 weniger als 2018. „Das ist ein echter Erfolg. Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“, meint Innenminister Herbert Reul. Bis 2050 soll es laut Reul gelingen, dass nur noch in ganz seltenen Fällen ein Mensch durch einen Verkehrsunfall getötet wird. Zu den vermeidbaren Unfallursachen zählte die Polizei in 2019 in 97 Mal zu schnelles Fahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt als sie starben, 39 Menschen kamen ums Leben, weil Drogen oder Alkohol im Spiel waren und einer starb, weil er am Steuer das Handy benutzte. Insgesamt gab es 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 679.000 Unfälle – das sind 1800 pro Tag! Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.