FAANG: Die mächtigsten Technologiekonzerne heute an der Börse

Was hat SAP mit Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google gemeinsam? Vom Unternehmenswert her eher wenig, aber immerhin ist SAP das einzige deutsche Unternehmen, dass mit Software eine Rolle auf dem Weltmarkt spielt. Deswegen schauen wir hier nicht nur auf die Börsenkurse der FAANG-Gruppe, sondern auch auf den Kurs der bereits in den 70er Jahren gegründeten SAP. Weil sie eine der spannendsten Firmen an der Schnittstelle zwischen Hightech, Digital und Automotive ist, berücksichtigen wir auch Tesla. Das Urgestein der Digitalwelt, Microsoft, kann natürlich auch nicht fehlen.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Der Kurs von Facebook liegt jetzt bei 269,70 USD pro Aktie. Verglichen mit dem Preis zu Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 ist das ein Anstieg von 28,72 Prozent. Zum Allzeithoch am 26. August 2020 beträgt die Differenz 10,41 Prozent. Offen ist, ob sich die erheblichen Kosten zur Bekämpfung von Fake-News auf die Wertentwicklung auswirken werden.
  • Apple entwickelt PCs und Laptops und Smartphones. Der Preis einer Apple-Aktie liegt aktuell bei 117,34 USD. Seit der Corona-Pandemie erhöhte sich der Wert eines Anteils um 46,17 Prozent.
  • Kein Unternehmen profitiert mehr als der Online-Händler Amazon von der Covid-19-Ausbreitung. Zur Zeit müssen für eine Aktie des Jeff-Bezos-Unternehmen 3.099,40 Dollar hingelegt werden, zu Ausbruch der Pandemie im Februar waren es 1.870,68 und beim Allzeithoch am 2. September 2020 Dollar 3.552,25 (gegenwärtig minus 12,25 Prozent).
  • Netflix überstieg im Jahr 2020 mit seinem Börsenwert von knapp 195 Milliarden Dollar den der Walt Disney Company. Die Bemühungen, neue Inhalte zu produzieren und Rechte für zusätzliche Inhalte zu sichern und in 190 Ländern zu diversifizieren, haben dazu geführt, dass das Unternehmen Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe eingegangen ist: 21,9 Milliarden US-Dollar ab September 2017 gegenüber 16,8 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Aktuell kostet eine Aktie von Netflix 488,24 USD. Hat man vor Beginn der Corona Pandemie investiert, so ist die Aktie heute also 40,40 Prozent mehr wert.
  • Die Haupteinnahmequelle von Alphabet (Google) ist das Geschäft mit Werbeeinschaltungen auf der Google-Homepage und auf Partnerseiten. Mit dem auf Smartphones, Netbooks und Tablets ausgerichteten Betriebssystem „Android“ ist Alphabet sehr erfolgreich unterwegs, der Marktanteil bei Smartphones liegt bei über 80 Prozent. Neben der Internet-Werbung verdient Alphabet sein Geld mit „Google Play“ (Apps, Musik, Filme), Smartphones („Pixel“) und verstärkt mit Cloud-Produkten. Das Alphabet-Unternehmen YouTube verfügt bereits über mehr als 1,9 Milliarden monatlich aktive User mit beträchtlichem Monetarisierungspotential. Jeden Tag werden von diesen Personen rund fünf Milliarden Videos im Internet angesehen. Für eine Aktie von Alphabet zahlt man derzeit 1.742,19 USD. Vergleicht man den aktuellen Aktienpreis mit dem von vor Start der Corona Pandemie, so kann man feststellen, dass die Aktie heute 19,67 Prozent mehr wert ist als vor drei Monaten.

Aktien von weiteren Giganten:

  • SAP ist die einzige deutsche IT-Erfolgs-Story mit globaler Bedeutung. Der Wert einer Aktie des deutschen Globalplayers liegt aktuell bei 98,80 Euro, damit hat der Kurs seit Februar 2020 (Beginn Pandemie) um 15,18 Prozent verloren. Den Rekordwert davor hatte die SAP-Aktie am 24. Januar 2020 mit 125,08 Euro erreicht.
  • Als Dinosaurier der Tech-Welt schon öfter totgesagt hat sich Microsoft immer wieder neu erfunden und bleibt das größte Softwareunternehmen der Welt. Aktuell zahlt man für einen Anteil am Unternehmen aus Redmond 210,39 Dollar, das sind 23,06 als zu Ausbruch der Virus-Krise im Februar und damit minus 8,54 Prozent entfernt vom höchsten Börsenkurs aller Zeiten, nämlich dem vom 2. September 2020 mit 232,25 Dollar/Aktie.
  • Tesla: seit dem Start der Aktie am 29. Juni 2010 kletterte der Wert des Papiers um 14.300,29 Prozent. 489,61 USD muss man aktuell für eine Aktie von Tesla zahlen. Tesla konnte damit den Wert ihrer Aktie seit Anfang der Corona Pandemie um 282,02 Prozent steigern.
Alexander Trisko
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