FAANG: Die mächtigsten Technologiekonzerne heute an der Börse

Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (Alphabet) – das sind die Konzerne, die zum Teil fast schon wie Monopolisten den Tech-Weltmarkt bestimmen. Mit der FAANG-Gruppe meinen Börsianer und Anleger die Gruppe dieser 5 Global Player. In Deutschland ist „Stoßlüftung“ der Ersatz für Digitaltechnik, lediglich SAP hat es zur globalen Digitalmacht gebracht. Mit seinem weltweiten Erfolgen gehört der Softwarehersteller deswegen als einziges deutsches Unternehmen in diesen Bericht. Bei Standard&Poors kamen die 5 global führenden Tech-Konzerne in den vergangenen drei Monaten auf einen Wertverlust von durchschnittlich 3,01 Prozent, innerhalb von 5 Jahren allerdings auf eine Steigerung der Unternehmenswerte von durchschnittlich 274,20 Prozent. Noch nicht mitgezählt ist der Softwaregigant Microsoft. Der Unternehmenswert dieser 5 Konzerne beträgt gigantische 5,79 Billionen USD (ca. 4,84 Billionen Euro), zur Orientierung: zusammengerechnet sind die 5 größten Schwergewichte im Dax 483 Milliarden Euro wert.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Wie stark sich die Corona-Pandemie auf den Wert von Facebook auswirken wird ist noch nicht entschieden. Auf der einen Seite gab es weltweit Kontakteinschränkungen, was zu einer stärkeren Nutzung von sozialen Netzen führte. Auf der anderen Seite brachen viele Werbeeinnahmen fast vollständig weg. Tagesaktuell liegt der FB-Kurs bei 277,81 Dollar je Aktie, das ist 9,54 Prozent schlechter als das Allzeithoch vom 26. August 2020. Berechnet von Beginn der Corona-Pandemie im Februar ist das ein Plus von 32,59 Prozent.
  • Apple entwickelt PCs und Laptops und Smartphones. Der Preis einer Apple-Aktie liegt aktuell bei 116,59 USD. Seit der Corona-Pandemie erhöhte sich der Wert eines Anteils um 45,24 Prozent.
  • Der ehemalige Online-Buchhändler Amazon (gegründet 1994 von Jeff Bezos) machte 2019 rund 280 Milliarden Dollar Umsatz. Für eine Aktie von Amazon zahlt man aktuell 3.195,34 USD. Das ist seit Begin der Corona Pandemie ein Preisanstieg von 70,81 Prozent.
  • Der aktuelle Kurswert liegt bei 491,36 je Aktie, das ist verglichen mit dem Höchsstand aus vor Corona-Zeiten ein Plus von 41,30 Prozent. Bei Ausbruch der globalen Infektionswelle im Februar 2020 lag das Papier bei 347,74 Dollar (zu heute: plus 41,30 Prozent).
  • Die Nutzung der Suchdienste von Google (Mutterkonzern: Alphabet) und der Videotochter Youtube stieg 2020 erheblich an. Dagegen brachen Werbeeinlöse zum Teil ein. Den bisher höchsten Aktienwert aus Vor-Corona-Zeiten übertrifft man aktuell um 23,17 Prozent, aktuell sind es 1.793,19 Dollar/Aktie. Vor Beginn der weltweiten Krise hatte der höchste Aktienkurs am 22. Januar 2020 415,44 Dollar betragen.

Aktien von weiteren Giganten:

  • Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische (und außeramerikanische) sowie das weltweit drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen. Darüber hinaus ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste deutsche Unternehmen (Stand: 17. Februar 2020). Für eine Aktie von SAP muss man momentan 100,14 Euro zahlen. Der Wert von SAP verlor seit Beginn der Corona Pandemie 14,03 Prozent, innerhalb von 5 Jahren gewann er allerdings um 47,50 Prozent.
  • Als Dinosaurier der Tech-Welt schon öfter totgesagt hat sich Microsoft immer wieder neu erfunden und bleibt das größte Softwareunternehmen der Welt. Aktuell zahlt man für einen Anteil am Unternehmen aus Redmond 215,23 Dollar, das sind 25,89 als zu Ausbruch der Virus-Krise im Februar und damit minus 7,91 Prozent entfernt vom höchsten Börsenkurs aller Zeiten, nämlich dem vom 2. September 2020 mit 232,25 Dollar/Aktie.
  • Tesla baut zwar vor allem Autos, aber auch Weltraumraketen und möchte Fahrgäste, die auf der Erde bleiben, demnächst in unterirdischen Röhren von A nach B schießen. Der CEO Elon Musk leitet das Unternehme sprunghaft und nicht immer berechenbar, was aber bislang Aktionäre wenig störte. Diese zahlen heute für einen Anteil an dem Konzern 585,76 Dollar, bei Pandemie-Beginn im Februar waren es 128,16 Dollar (zu heute: plus 357,05 Prozent). und am meisten wurde vor Covid-19 am 22. Januar 2020 für die Tesla-Aktie gezahlt: 113,91 Dollar, das sind 382,76 Prozent weniger im Vergleich zum heutigen Wert.
Blaulicht Redaktion
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