FAANG: Wie machen sich die Tech-Giganten am heutigen Börsen-Tag?

An der Spitze steht Amazon: das Unternehmen konnte seit Beginn der Pandemie weitere 660 Milliarden Dollar an Unternehmenswert zulegen . Digitalisierung war gestern, total digital ist heute und deswegen werfen wir zweimal am Tag einen analytischen Blick auf die wichtigsten Player der Digitalwelt, nämlich auf die sogenannte FAANG-Gruppe: Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google. SAP ist das einzige deutsche Unternehmen, das mit Software auf dem internationalen Markt relevant ist, berichten wir hier außerdem über die SAP-Aktie. Und zwei weitere Werte dürfen nicht fehlen: Urgestein Microsoft und der Digital-Automotive-Tech-Konzern Tesla.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk der Welt. Zum Facebook-Konzern gehören auch die Video- und Foto-Sharing-App Instagram und der Messenger-Dienst WhatsApp. Der Kurs von Facebook liegt aktuell bei 281,85 USD pro Aktie. Verglichen mit dem Preis zu Beginn der Corona-Pandemie ist das ein Anstieg von 34,52 Prozent. Blickt man auf das Allzeithoch vom 26. August 2020 beträgt die Differenz 5,63 Prozent.
  • Selten wurden Smartphones und Laptops so stark genutzt wie im Corona-Jahr 2020: um im Homeoffice zu arbeiten und um den Kontakt zu Freunden und Verwandten trotz Kontaktsperren zu halten. Gleichzeitig aber gingen Millionen in Kurzarbeit oder verloren ihre Jobs. Zu früh um eine Corona-Bilanz für Apple zu ziehen, aktuell liegt der Wert einer Aktie bei 122,94 US-Dollar. Vergleicht man mit dem Allzeithoch vom 2. September 2020 ist das eine Veränderung von minus 10,64 Prozent und im Vergleich zum Kurs bei Pandemie-Beginn im Februar ein Plus von 53,15 Prozent.
  • Bislang steht der Online-Händler Amazon als klarer Corona-Krisen-Gewinner fest: Nie zuvor wurde soviel online eingekauft. Heute liegt der aktuelle Kurs für das Amazon-Wertpapier bei 3.186,73 Dollar. Zur Einordnung: das bisherige Allzeithoch vor dem Februar 2020 betrug am 4. September 2018 2.039,51 Euro (gegenwärtig minus 56,23 Prozent). Zu Beginn der Corona-Krise musste für eine Amazon-Aktie 1.870,68 gezahlt werden, das ist eine Veränderung um 70,35 Prozent.
  • Auch für TV-Streamer sind Lockdown-Zeiten eher gute Zeiten: für ein Papier von Netflix werden aktuell 497,52 Dollar berechnet, zu Beginn der Pandemie waren es 347,74 Dollar (zu heute: plus 43,07 Prozent). Trotz Schulden in Millardenhöhe ist Netflix stark gefragt. Der bisherige Höchsstand der Aktie vor Corona 415,44 Dollar betrug übrigens (18,94 weniger als heute).
  • Es wurde millionenfach mehr im Internet gesucht und millionenfach mehr Videos geschaut – das war das positive Ergebnis für Google und Youtube (beides Töchter des Alphabet-Konzerns) in Pandemie-Zeiten. Aber weltweit brach auch die Werbung weg, in einigen Branchen um bis zu 90%. Erst am Endes des Jahres wird Alphabet wirklich Bilanz ziehen können, heute werden in New York für die Alphabet-Aktie 1.826,77 Dollar berechnet, der bisherige Höchstpreis aus Vor-Krisen-Zeiten lag am 22. Januar 2020 bei 1.485,95 Dollar. Zu Ausbruch der internationalen Virus-Zeiten im Februar kostete die Aktie übrigens 1.455,84 Dollar, das ist ein Unterschied zu heute von plus 25,48 Prozent.

Aktien von weiteren Giganten:

  • Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische (und außeramerikanische) sowie das weltweit drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen. Darüber hinaus ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste deutsche Unternehmen (Stand: 17. Februar 2020). Für eine Aktie von SAP muss man momentan 100,90 Euro zahlen. Der Wert von SAP verlor seit Beginn der Corona Pandemie 13,38 Prozent, innerhalb von 5 Jahren gewann er allerdings um 47,85 Prozent.
  • Rund 150.000 Mitarbeiter arbeiten bei Microsoft dem weiterhin größten Softwareunternehmen der Welt. Für einen Anteil an ihrem Unternehmen muss man aktuell 214,24 Dollar ausgeben, bei Beginn der Covid-19-Pandemie waren es 170,97 Dollar (zu heute: plus 25,31 Prozent). Ein Blick auf den historischen Höchststand vom 2. September 2020: damals kostete die Aktien 232,25 Dollar (gegenwärtig minus 7,27 Prozent).
  • Tesla baut zwar vor allem Autos, aber auch Weltraumraketen und möchte Fahrgäste, die auf der Erde bleiben, demnächst in unterirdischen Röhren von A nach B schießen. Der CEO Elon Musk leitet das Unternehme sprunghaft und nicht immer berechenbar, was aber bislang Aktionäre wenig störte. Diese zahlen heute für einen Anteil an dem Konzern 593,38 Dollar, bei Pandemie-Beginn im Februar waren es 128,16 Dollar (zu heute: plus 362,99 Prozent). und am meisten wurde vor Covid-19 am 22. Januar 2020 für die Tesla-Aktie gezahlt: 113,91 Dollar, das sind 378,40 Prozent weniger im Vergleich zum heutigen Wert.