FAANG: Die mächtigsten Technologiekonzerne heute an der Börse

An der Spitze steht Amazon: das Unternehmen konnte seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 weitere 685 Milliarden Dollar an Unternehmenswert zulegen . Digitalisierung war gestern, total digital ist heute und deswegen werfen wir zweimal am Tag einen analytischen Blick auf die wichtigsten Player der Digitalwelt, nämlich auf die sogenannte FAANG-Gruppe: Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google. SAP ist das einzige deutsche Unternehmen, das mit Software auf dem internationalen Markt relevant ist, berichten wir hier außerdem über die SAP-Aktie. Und zwei weitere Werte dürfen nicht fehlen: Urgestein Microsoft und der Digital-Automotive-Tech-Konzern Tesla.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Wie stark sich die Corona-Pandemie auf den Wert von Facebook auswirken wird, ist noch nicht entschieden. Auf der einen Seite gab es weltweit Kontakteinschränkungen, was zu einer stärkeren Nutzung von sozialen Netzen führte. Auf der anderen Seite brachen viele Werbeeinnahmen fast vollständig weg. Tagesaktuell liegt der FB-Kurs bei 275,67 Dollar je Aktie, das ist 9,56 Prozent schlechter als das Allzeithoch vom 26. August 2020. Berechnet von Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 ist das ein Plus von 31,57 Prozent.
  • Selten wurden Smartphones und Laptops so stark genutzt wie im Corona-Jahr 2020: um im Homeoffice zu arbeiten und um den Kontakt zu Freunden und Verwandten trotz Kontaktsperren zu halten. Gleichzeitig aber gingen Millionen in Kurzarbeit oder verloren ihre Jobs. Zu früh um eine Corona-Bilanz für Apple zu ziehen, aktuell liegt der Wert einer Aktie bei 127,81 US-Dollar. Vergleicht man mit dem Allzeithoch vom 2. September 2020 ist das eine Veränderung von minus 7,16 Prozent und im Vergleich zum Kurs bei Pandemie-Beginn im Februar 2020 ein Plus von 59,22 Prozent.
  • Bislang steht der Online-Händler Amazon als klarer Corona-Krisen-Gewinner fest: Nie zuvor wurde soviel online eingekauft. Heute liegt der aktuelle Kurs für das Amazon-Wertpapier bei 3.240,96 Dollar. Zur Einordnung: das bisherige Allzeithoch vor dem Februar 2020 betrug am 4. September 2018 2.039,51 Euro (gegenwärtig minus 54,36 Prozent). Zu Beginn der Corona-Krise im Februar 2020 musste für eine Amazon-Aktie 1.870,68 gezahlt werden, das ist eine Veränderung um 73,25 Prozent.
  • Netflix überstieg im Jahr 2020 mit seinem Börsenwert von knapp 195 Milliarden Dollar den der Walt Disney Company. Die Bemühungen, neue Inhalte zu produzieren und Rechte für zusätzliche Inhalte zu sichern und in 190 Ländern zu diversifizieren, haben dazu geführt, dass das Unternehmen Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe eingegangen ist: 21,9 Milliarden US-Dollar ab September 2017 gegenüber 16,8 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Aktuell kostet eine Aktie von Netflix 524,83 USD. Hat man vor Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 investiert, so ist die Aktie heute also 50,93 Prozent mehr wert.
  • Es wurde millionenfach mehr im Internet gesucht und millionenfach mehr Videos geschaut – das war das positive Ergebnis für Google und Youtube (beides Töchter des Alphabet-Konzerns) in Pandemie-Zeiten. Aber weltweit brach auch die Werbung weg, in einigen Branchen um bis zu 90%. Erst am Ende des Jahres 2020 wird Alphabet wirklich Bilanz ziehen können, heute werden in New York für die Alphabet-Aktie 1.763,00 Dollar berechnet, der bisherige Höchstpreis aus Vor-Krisen-Zeiten lag am 22. Januar 2020 bei 1.485,95 Dollar. Zu Ausbruch der internationalen Virus-Zeiten im Februar 2020 kostete die Aktie übrigens 1.455,84 Dollar, das ist ein Unterschied zu heute von plus 21,10 Prozent.

Aktien von weiteren Giganten:

  • Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische (und außeramerikanische) sowie das weltweit drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen. Darüber hinaus ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste deutsche Unternehmen (Stand: 17. Februar 2020). Für eine Aktie von SAP muss man momentan 102,80 Euro zahlen. Der Wert von SAP verlor seit Beginn der Corona Pandemie im Februar 2020 11,75 Prozent, innerhalb von 5 Jahren gewann er allerdings um 48,87 Prozent.
  • Als Dinosaurier der Tech-Welt schon öfter totgesagt, hat sich Microsoft immer wieder neu erfunden und bleibt das größte Softwareunternehmen der Welt. Aktuell zahlt man für einen Anteil am Unternehmen aus Redmond 219,28 Dollar, das sind 28,26 Dollar mehr als zu Ausbruch der Virus-Krise im Februar 2020 und damit minus 7,80 Prozent entfernt vom höchsten Börsenkurs aller Zeiten, nämlich dem vom 2. September 2020 mit 232,25 Dollar/Aktie.
  • Tesla baut zwar vor allem Autos, aber auch Weltraumraketen und möchte Fahrgäste, die auf der Erde bleiben, demnächst in unterirdischen Röhren von A nach B schießen. Der CEO Elon Musk leitet das Unternehme sprunghaft und nicht immer berechenbar, was aber bislang Aktionäre wenig störte. Diese zahlen heute für einen Anteil an dem Konzern 622,77 Dollar, bei Pandemie-Beginn im Februar 2020 waren es 128,16 Dollar (zu heute: plus 385,92 Prozent). und am meisten wurde vor Covid-19 am 22. Januar 2020 für die Tesla-Aktie gezahlt: 113,91 Dollar, das sind 432,59 Prozent weniger im Vergleich zum heutigen Wert.