Unfall BW: Feuerwehr befreit Frau aus Auto / Drei Schwerverletzte forderte am Donnerstag ein Unfall in Süßen.

Polizeiband

Ulm (ddna)

Die 40-Jährige war laut Angaben der Polizei am Mittag in der Tobelstraße unterwegs. Die Kreuzung Stuttgarter Straße wollte sie mit ihrem Mini geradeaus in Richtung Stiegelwiesen überqueren. Dabei missachtete sie die Vorfahrt einer von rechts kommenden Citroen – Fahrerin. Die Autos stießen zusammen. Der Citroen kollidierte im weiteren Verlauf mit einem Verkehrszeichen und einem Ampelmast. Die Feuerwehr befreite die 77 -Jährige aus ihrem Fahrzeug. Der Rettungsdienst brachte beide Fahrerinnen und ein neunjähriges Mädchen, das im Mini saß, in Krankenhäuser. Nach ersten Erkenntnissen der Verkehrspolizei aus Mühlhausen sind alle drei Insassen erheblich verletzt. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Der Sachschaden dürfte bei mindestens 50.000 Euro liegen.

Die Polizei warnt: Entfernungen und Geschwindigkeiten abzuschätzen ist für das menschliche Auge nur sehr eingeschränkt möglich. Auch wenn die Strecke gut einsehbar und übersichtlich ist. Andere Fahrzeuge können außerdem aus verschiedenen Gründen leicht übersehen werden. Vergewissern Sie sich in jedem Fall bevor sie in eine vorfahrtsberechtigte Straße einfahren, dass die Strecke frei ist. Sollten Sie herannahende Fahrzeuge erkennen und sich nicht sicher sein ob es Ihnen reicht vorher abzubiegen, warten Sie besser ab. Riskieren Sie nicht ihre Gesundheit und die anderer Menschen. Der zeitliche Vorteil, den Sie dadurch erreichen könnten, ist verschwindend gering und steht in keinem Verhältnis zu der drohenden Gefahr eines Unfalles.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Unfälle in Baden-Württemberg gehen zurück

Weniger Unfälle als im ersten Halbjahr 2020 gab es seit Beginn der amtlichen Statistik noch nie – und die Unfallstatistik wurde schon 1953 eingeführt!

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu den Halbjahreszahlen: „Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Das Sinken der Unfallzahlen ist auf jeden Fall beachtlich: Die Zahlen gingen von 161.817 in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 126.198 in den ersten sechs Monaten 2020 zurück (22% weniger). Immer noch nicht gut: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.