Polizei NRW: Betrunken in Schlangenlinien auf Autobahnen unterwegs

Polizeiauto auf der Straße

Münster (ddna)

Polizisten stoppten am Freitagabend (1. Januar 2021) auf der Autobahn 2 bei Bottrop und Sonntagmorgen (3. Januar 2021) auf der Autobahn 1 bei Ascheberg alkoholisierte Autofahrer.

Ein 57-Jähriger war am Neujahrsabend in Schlangenlinien in Richtung Oberhausen unterwegs. Polizisten beobachteten, wie der Mann aus Essen verstärkt auf den Seitenstreifen geriet und seine Geschwindigkeit von 40 bis 100 Stundenkilometern schwankte. Der 57-Jährige missachtete öfter die Anhaltezeichen der Beamten, versuchte an der Anschlussstelle Oberhausen – Holten zu flüchten und wurde im Autobahnkreuz Oberhausen – West auf dem Seitenstreifen von den Polizisten gestoppt. Ein durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 3 Promille.

Bei Ascheberg kontrollierten Polizisten einen 31-jährigen Autofahrer aus Bergkamen, nachdem dieser ebenfalls in Schlangenlinien in Richtung Dortmund gefahren war. In seiner Atemluft rochen die Beamten Alkohol. Ein Test ergab einen Wert von 1,06 Promille.

Den beiden Autofahrern wurden Blutproben entnommen, ihre Führerscheine stellten die Polizisten sicher. Sie erwartet jeweils ein Strafverfahren.

Quelle: Polizei Münster, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Ein schöner Tiefst-Stand: seit 1953 hat es nie weniger Verkehrstote gegeben als in 2019. Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Vermeidbare Unfälle mit Todesopfern – dazu zählte die Polizei in 2019 in 97 Fällen zu schnelles Fahren, bei 39 Menschen wurde Alkohol- oder anderer Drogenmissbrauch festgestellt, 31 Getötete waren nicht angeschnallt und in einem Fall hatte das Opfer beim Fahren mit dem Handy telefoniert. 1.800 pro Tag krachte es in Nordrhein-Westfalen 2019 – insgesamt nahm die Polizei 679.000 Unfälle auf.

Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.