Blaulicht BW: (BC) (UL) (GP) (HDH) Region – Im Rausch gefahren / Unter Alkohol – und Drogeneinfluss waren in den vergangenen Tagen mehrere Verkehrsteilnehmer in der Region unterwegs.

Polizeiauto

Ulm (ddna)

(BC) Vier berauschte Autofahrer zog die Polizei am Mittwoch in Biberach aus dem Verkehr. Gegen Morgen fuhr ein BMW in der Riedlinger Straße. Dort kontrollierte die Polizei den Autofahrer. Schnell hatten die Beamten den Verdacht, dass der Mann unter Drogeneinwirkung stehen könnte. Ein Test bestätigte den Verdacht. Der 22-Jährige kam in ein Krankenhaus, wo ihm ein Arzt Blut abnahm. Das wird jetzt ausgewertet und soll Aufschluss darüber geben, welche Drogen und wie viel davon der Mann genommen hatte. Gegen 19:45 Uhr stoppte die Polizei drei Autofahrer in der Felsengartenstraße. Auch hier hatten die Beamten den Verdacht, dass die Fahrer berauscht sind. Tests bestätigten, dass ein 42-Jähriger und ein 48-Jähriger Alkohol intus hatten. Auch ein 28-Jähriger Renaultfahrer kam in ein Krankenhaus. Er hatte mutmaßlich Drogen konsumiert. Ihre Autos mussten die Männer stehen lassen. Auf sie kommen nun Anzeigen zu. Bereits am Dienstag fiel einer Polizeistreife in Hochdorf ein 47-jähriger Fahrer mit einem Mazda auf. Kurz vor 19 Uhr stoppte die Polizei das Fahrzeug in der Hauptstraße. Bei der Kontrolle rochen die Polizisten Alkohol bei dem Fahrer. Auch er musste sein Auto stehen lassen.

(UL) Auch in Ehingen musste die Polizei feststellen, dass ein Autofahrer berauscht unterwegs war. Der 25-Jährige fuhr auf der B311 in Richtung Deppenhausen. Kurz nach Ehingen kam er mit seinem Seat von der Straße ab. Das Fahrzeug landete in einen Acker, der Fahrer blieb unverletzt. Bei der Unfallaufnahme hatten die Beamten den Verdacht, dass der Mann Alkohol getrunken hatte. Ein Test ergab einen Wert deutlich über dem Erlaubten. Der Mann kam ins Krankenhaus und musste Blut abgeben. Weiterfahren durfte er danach nicht mehr.

(GP) Nicht nur keinen Führerschein konnte ein 23- Jähriger vorzeigen, sondern der Autofahrer hatte auch zu tief ins Glas geschaut. Er war am Mittwoch einer Streife in Süßen aufgefallen. Gegen Abend kontrollierten ihn die Beamten in der Bühlstraße auf einem Parkplatz. Bei dem Mann bestand der Verdacht, dass er sich unter der Einwirkung von Drogen ans Steuer gesetzt hatte. Ein Schnelltest verlief positiv, weshalb er eine Blutprobenentnahme abgeben musste. Ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen.

(HDH) In Heidenheim war in der Nacht zum Donnerstag ein 25 -Jähriger mit einem Fiat unterwegs. Er fuhr in der Ziegelstraße auffällig hin und her. Deshalb rief ein Zeuge die Polizei. Die traf den Autofahrer an und kontrollierte ihn. Er roch nach Alkohol. Ein Test ergab einen Wert deutlich über dem Erlaubten. In einem Krankenhaus musste der Mann deshalb eine Blutprobe abgeben. Seinen Führerschein behielten die Beamten ein. Ihn erwartet nun ein Strafanzeige. Der 25-jährige Fahrer und sein 26- jähriger Mitfahrer konnten keinen triftigen Grund für die Fahrt nach Eintritt der strengeren Ausgangsbeschränkung nach 20 Uhr nennen. Auch deswegen werden sie angezeigt.

Die Polizei warnt: Wer berauscht fährt, bringt sich und andere in Gefahr und riskiert seinen Führerschein. Denn Alkohol und Drogen schränken die Wahrnehmung ein, führen zu einer falschen Einschätzung von Geschwindigkeiten und Entfernungen, verengen das Blickfeld, beeinträchtigen Reaktion und Koordination. Diese Mischung ist gefährlich.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Weniger Unfälle in Baden-Württemberg

1953 startete in unserem Bundesland die amtliche Unfallstatistik und die gute Nachricht: Noch nie gab es seitdem so wenig Unfälle wie im ersten Halbjahr 2020!

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl zu den Halbjahreszahlen: „Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger ist auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen.

Das Sinken der Unfallzahlen ist auf jeden Fall beachtlich: im ersten Halbjahr 2019 von 161.817 auf 126.198 im ersten Halbjahr 2020 (minus 22%). Immer noch nicht gut: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.