News NRW: Schneefall sorgt am Freitag für Unfallserie im Zuständigkeitsbereich der Bielefelder Autobahnpolizei

Polizeiweste

Bielefeld (ddna)

DV 2 33 – Schneefall sorgte am frühen Freitagabend für eine Unfallserie im Zuständigkeitsbereich der Autobahnpolizei Bielefeld. In dem Zeitraum von ca. 17:30 Uhr bis ca. 19:30 Uhr ereigneten sich insgesamt 16 Verkehrsunfälle, wobei hauptsächlich die A 2 sowie A 33 im südlichen Bereich des Teutoburger Waldes betroffen waren. Glücklicherweise blieb es überwiegend bei Sachschäden. Auf der A 33 musste aufgrund eines Unfalls die Richtungsfahrbahn Osnabrück zeitweise komplett gesperrt werden, da sich zwischen den Anschlussstellen Halle und Borgholzhausen ein Pkw Audi aus dem Hochsauerlandkreis häufig auf spiegelglatter Fahrbahn gedreht hatte. Auch die Gegenrichtung wurde durch die Autobahnpolizei für die Bergung eines schwer beschädigten Pkw zwischen Borgholzhausen und Halle voll gesperrt. Ein Pkw Volvo hatte sich aufgrund von Glätte öfter gedreht und schlug linksseitig in die Mittelschutzplanke ein. Dadurch staute sich der Straßenverkehr zeitweise auf eine Länge von 6 Kilometer. Der folgenschwerste Unfall ereignete sich aus der A 2 zwischen den Anschlussstellen Rheda und Gütersloh. Gegen 18:10 Uhr kam eine 20-jährige BMW Fahrerin aus dem Kreis Gütersloh nach rechts von der Fahrbahn ab. Sie kam schließlich in einem rechts neben der Autobahn befindlichen Grünstreifen zum Stehen. Der BMW wurde zwischen Bäumen eingekeilt. Durch die Feuerwehr Gütersloh musste die Frau aus ihrem Pkw befreit werden. Für die Bergung war er erforderlich mehrere Bäume zu fällen. Im Anschluss wurde die schwer verletzte Frau mit einem Rettungswagen in ein Gütersloher Krankenhaus verbracht, wo sie stationär verblieb. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass die Frau mit Sommerreifen unterwegs war. Für die Dauer der Bergung und Unfallaufnahme wurden 2 Fahrstreifen in Richtung Hannover gesperrt. Dadurch staute sich der Verkehr zwischenzeitlich auf 4 Kilometer Länge. Durch die Unfallserie kam es zu erheblichen Sachschäden.

Quelle: Polizei Bielefeld, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Ein schöner Tiefst-Stand: seit 1953 hat es nie weniger Verkehrstote gegeben als in 2019. Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. Insgesamt gab es 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 679.000 Unfälle – das sind 1800 pro Tag!

Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.

Blaulicht Redaktion