Polizei NRW: Alkoholisierter Autofahrer rammt Autos, Mauern und Baum

Zwei Polizisten

Paderborn (ddna)

(mb) Am Sonntagvormittag hat ein alkoholisierter und vermutlich unter Drogeneinfluss stehender Autofahrer an der Busdorfmauer drei Verkehrsunfälle verursacht.

Am Morgen meldete sich ein Anwohner der Busdorfmauer bei der Polizei. Er hatte einen Knall von der Straße gehört und einen Autofahrer beobachtet, der mit einem Mazda gegen die Mülltonnen vorm Haus und einen dort geparkten Ford Fiesta sowie einen Opel Astra stieß. Andere Augenzeugen hatten beobachtet, wie der Fahrer des Mazda in einer Hauszufahrt wendete und dabei mit Front und Heck gegen die Hauswände und Mauer prallte. Zwei Mitfahrer stiegen daraufhin aus. Der Mazdafahrer fuhr allein weiter. Als die Polizei am Unfallort eintraf, war der Mazdafahrer in der Sackgasse Richtung Giersstraße weitergefahren und an der Einmündung zum Busdorf – Kreuzgang mit einem Baum und einem Betonpfosten kollidiert. Der 43- jährige Fahrer saß noch im Auto, welches durch die Unfallschäden nicht mehr fahrtüchtig war. Nachdem die Beamten die Autotür geöffnet hatten, fiel der Fahrer vom Sitz. Er war unverletzt aber offensichtlich stark alkoholisiert und stand vermutlich unter Drogeneinwirkung. Die Polizisten nahmen den Mann mit zur Wache und ließen eine Blutprobe entnehmen. Zur Ausnüchterung kam der 43-Jährige ins Polizeigewahrsam. Einen Führerschein hatte der Mann nicht. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Quelle: Polizei Paderborn, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Seit 1953 werden Verkehrsunfälle in den Polizeiarchiven festgehalten und noch nie hat es seitdem so wenig Verkehrstote gegeben wie im vergangenen Jahr. Trotzdem ist jeder Tote ein Verkehrsopfer zu viel: 458 Menschen starben 2019, 32 weniger als 2018.

Das ist ein echter Erfolg. Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“, meint Innenminister Herbert Reul. Bis 2050 soll es laut Reul gelingen, dass nur noch in ganz seltenen Fällen ein Mensch durch einen Verkehrsunfall getötet wird.

Zu den vermeidbaren Unfallursachen zählte die Polizei in 2019 in 97 Mal zu schnelles Fahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt als sie starben, 39 Menschen kamen ums Leben, weil Drogen oder Alkohol im Spiel waren und einer starb, weil er am Steuer das Handy benutzte. Insgesamt gab es 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 679.000 Unfälle – das sind 1800 pro Tag!

Am schlimmsten auch für die Rettungskräfte: wenn Kinder bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder sogar getötet werden. In 5 Fällen konnten Sanitäter und Ärzte 2019 für die Kinder nichts mehr tun.

Blaulicht Redaktion