Polizei NRW: Bonn – Fahrradfahrer musste Blutprobenentnahme abgeben

Zwei Polizisten

Bonn (ddna)

Am Sonntagnachmittag (10. Januar 2021) stoppte eine Streifenwagenbesatzung der Bonner Polizei einen Fahrradfahrer auf der Professor – Neu – Allee in Beuel. Bei der Überprüfung des Mannes im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle gegen 15:10 Uhr stellten die Polizeibeamten starken Alkoholgeruch in der Atemluft des 57-Jährigen fest und boten ihm einen Atemalkoholvortest an. Der ergab einen Wert von rund 1,6 Promille. Der Fahrradfahrer musste die Beamten in das Krankenhaus Beuel begleiten. Dort wurde ihm von einem Arzt eine Blutprobe zur Beweissicherung entnommen. Den 57-Jährigen erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang davor, Promillegrenzen beim Radfahren nicht einzuhalten. Betrunkene Radfahrer gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Bei Radfahrern liegt die Promillegrenze für die absolute Fahruntüchtigkeit bei 1,60 Promille. Wer mit diesem Wert oder mehr auf dem Rad fährt, begeht eine Straftat, auch wenn bei der Fahrt niemand zu Schaden gekommen ist. Fallen Radfahrer durch ihre Fahrweise auf oder gefährden andere, kann bereits ab Erreichen des relativen Grenzwertes von 0,3 Promille eine Anzeige erfolgen. Wer alkoholisiert auf dem Fahrrad ertappt wird, muss neben Bußgeldern und Geldstrafen auch mit Auswirkungen auf den Führerschein rechnen. Sowohl Punkte in Flensburg als auch die Anordnung zu einer zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) sowie der Entzug des Führerscheins sind mögliche Konsequenzen.

Quelle: Polizei Bonn, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Ein schöner Tiefst-Stand: seit 1953 hat es nie weniger Verkehrstote gegeben als in 2019. Auch wenn 2019 32 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, es waren immer noch 458 Todesopfer.

Das ist ein echter Erfolg. Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“, meint Innenminister Herbert Reul. Bis 2050 soll es laut Reul gelingen, dass nur noch in ganz seltenen Fällen ein Mensch durch einen Verkehrsunfall getötet wird.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. Insgesamt gab es 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 679.000 Unfälle – das sind 1800 pro Tag!

Verkehrsunfall mit Kind“ ist die schlimmste Alarmierung auch für hartgesottene Rettungskräfte: in 5 Fällen kam 2019 jede Hilfe zu spät.