Polizei NRW: Polizeiliche Anordnung missachtet und betrunken Auto gefahren

Motorradunfall

Warendorf (ddna)

Heute musste die Polizei gegen 3:45 Uhr nachts zur Weststraße in Ahlen fahren, da ein Mann seine Ex – Freundin belästigt haben soll. Als die Beamten dort eintrafen, stellten sie fest, dass der scheinbar betrunkene 27-Jährige in einem stehenden Auto saß. Die Einsatzkräfte erteilten dem Bielefelder einen Platzverweis und untersagten ihm ausdrücklich die Fahrt mit seinem Pkw. Der Mann kam der Anordnung nach und ging zu Fuß in Richtung Bahnhof. Als die Polizisten gegen 4:10 Uhr die Anschrift an der Weststraße ein weiteres Mal überprüften, kam ihnen der Bielefelder fahrenderweise mit seinem Auto entgegen. Die Beamten hielten den Mann an und ließen ihn einen Promilletest durchführen. Da dieser über dem Wert der absoluten Fahruntüchtigkeit lag, ließen sie dem 27-Jährigen eine Blutprobe entnehmen und stellten seinen Führerschein sicher. Ebenso den Autoschlüssel. Denn der Bielefelder berichtete, auch weiterhin mit dem Auto fahren zu wollen.

Quelle: Polizei Warendorf, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Seit 1953 werden Verkehrsunfälle in den Polizeiarchiven festgehalten und noch nie hat es seitdem so wenig Verkehrstote gegeben wie im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. Insgesamt gab es 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 679.000 Unfälle – das sind 1800 pro Tag!

Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.