Die App Clubhouse ist gerade der Renner in den sozialen Netzen

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Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) steht nach einem Chat in der App Clubhouse wegen Spotts über Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und des Eingeständnissses des Handyspielens beim Corona-Gipfel in der Kritik. Gleichzeitig befeuert die Debatte den gerade entstehenden Hype über die noch relativ neue App, die derzeit nur auf Apple-Geräten zu bekommen ist.

Das im März vergangenen Jahres veröffentlichte Clubhouse fällt wie Facebook oder Twitter in die Rubrik soziale Netze. Die in San Francisco entwickelte App steht bei Apple in dieser Rubrik derzeit auf Platz eins der Downloads.

Das Programm versteht sich als Ort für lockere Gespräche, mit Freunden oder interessanten Menschen rund um die Welt. Es gibt dabei ein reines Audio-Signal, Video-Chat ist nicht vorgesehen. Manche sehen in Clubhouse ein neues Twitter, aber mit Ton statt Text.

Wer die App öffnet, bekommt eine Reihe von „Räumen“ angezeigt, in denen Menschen miteinander reden – Nutzer können die Räume betreten und einfach an den Gesprächen teilnehmen. Jede Nacht seien tausende solcher Räume offen und voller Menschen, erklären die Entwickler.

Nach eigenen Angaben will Clubhouse für jeden Menschen zugänglich sein, eine Version für Android-Geräte solle bald angegangen werden. Derzeit kann die App nur herunterladen, wer eine persönliche Einladung durch einen bereits registrierten Nutzer bekommt. Diese Exklusivität und eine Reihe prominenter Nutzer befeuern nach Einschätzung von Experten aktuell das Interesse.

ran/cne