Regierung im Austausch mit Taiwan wegen Chipmangels in der Autoindustrie

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In der deutschen Autoindustrie herrscht ein akuter Mangel an Computerchips – die Bundesregierung ist daher „im Austausch mit dem taiwanischen Wirtschaftsministerium“. Das sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag in Berlin. „Es gibt im Markt eine angespannte Lage“, fuhr sie fort. Medienberichten zufolge schrieb Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen Brief an seine Kollegin Wang Mei Hua in Taiwan, in dem er die Bedeutung des taiwanischen Chip-Herstellers TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing) als wichtigen Lieferanten für die deutschen Autobauer hervorhebt.

Einzelheiten wollte die Sprecherin Altmaiers nicht kommentieren. Der Volkswagen-Konzern hatte bereits Anfang Januar Alarm geschlagen: Wegen Chipmangels könnten möglicherweise mehr als 100.000 Fahrzeuge in diesem Jahr nicht gebaut werden, sagte VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer dem „Handelsblatt“. Besonders betroffen sei die Golf-Produktion in Wolfsburg.

„Handelsblatt“ und „Spiegel“ berichteten in den vergangenen Tagen über Unmut bei VW über die beiden großen Zulieferer Bosch und Continental wegen des Chipmangels.

Die Sprecherin Altmaiers betonte am Montag, langfristig sei es wichtig, europäische Kapazitäten zu stärken. Das Ministerium stelle eine Milliarde Euro für Investitionen und Innovationen zur Verfügung.

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