SPD-Fraktion befürwortet Reisebeschränkungen in Pandemie-Zeiten

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Die SPD im Bundestag befürwortet schärfere Reisebeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Wenn in Deutschland den Menschen zugemutet werde, sich nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Landkreis zu entfernen, könne auch der Winterurlaub auf den Malediven infrage gestellt werden, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Carsten Schneider am Mittwoch in Berlin. „Ich halte das für eine Option, die auf dem Tisch ist.“

Dabei gehe es nicht um die Einschränkung der Freizügigkeit in der EU, den Pendlerverkehr oder die Schließung der Grenzen. Vielmehr sollten unnötige Reisen verhindert werden. Die meisten könnten derzeit ohnehin überhaupt keinen Urlaub mehr machen. „Es wundert mich, dass das solange geduldet wurde“, sagte er zu den bisherigen Urlaubsreisen.

Am Dienstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kampf gegen die Corona-Pandemie schärfere Regeln für Urlaubsreisen empfohlen. „Jeder sieht ein, dass es nicht die Stunde ist, in der wir jetzt reisen“, sagte sie nach Teilnehmerangaben in einer Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will zur Bekämpfung der Corona-Pandemie den Flugverkehr nach Deutschland massiv einschränken.

jp/cha