2020 erstmals mehr als 100.000 neue Wohnmobile und Wohnwagen verkauft

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

In der Corona-Pandemie haben viele Deutsche den Reiz des Campens entdeckt – die Caravaning-Branche profitierte von dieser Entwicklung. Erstmals überhaupt seien 2020 mehr als 100.000 neue Wohnmobile und Wohnwagen verkauft worden, teilte am Donnerstag der Caravaning Industrie Verband (CIVD) mit. Der Umsatz stieg demnach um 6,3 Prozent zum Vorjahr auf einen Rekordwert von 12,5 Milliarden Euro.

2020 ist laut dem Verband bereits das siebte Jahr in Folge, das die Branche mit einem neuen Bestwert abschloss. Auch für 2021 seien die Aussichten gut.

Neu zugelassen wurden im vergangenen Jahr genau 107.203 sogenannte Freizeitfahrzeuge. Das ist fast ein Drittel mehr als 2019. „Caravaning ist der Urlaubstrend des Jahres 2020“, erklärte der CIVD. Die Pandemie habe grundsätzliche und langfristige Entwicklungen im Tourismus wie Nachhaltigkeit, regionales und individuelles Reisen oder den Trend zurück in die Natur beschleunigt.

Die Nachfrage war so hoch, dass die Hersteller in Deutschland nicht nachkamen. Die Produktion sei wegen der Corona-Pandemie „erheblich“ beeinträchtigt gewesen; sie sank um 6,9 Prozent gegenüber 2019, erklärte der Verband. Knapp 116.000 Freizeitfahrzeuge liefen demnach vom Band. Für das laufende Jahr sei eine Steigerung der Produktion „fest eingeplant“.

ilo/bfi