FAANG: Wie bewertet die Börse heute die wichtigsten Technologie-Konzerne?

Was hat SAP mit Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google gemeinsam? Vom Unternehmenswert her eher wenig, aber immerhin ist SAP das einzige deutsche Unternehmen, dass mit Software eine Rolle auf dem Weltmarkt spielt. Deswegen schauen wir hier nicht nur auf die Börsenkurse der FAANG-Gruppe, sondern auch auf den Kurs der bereits in den 70er Jahren gegründeten SAP. Weil sie eine der spannendsten Firmen an der Schnittstelle zwischen Hightech, Digital und Automotive ist, berücksichtigen wir auch Tesla. Das Urgestein der Digitalwelt, Microsoft, kann natürlich auch nicht fehlen.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk der Welt. Zum Facebook-Konzern gehören auch die Video- und Foto-Sharing-App Instagram und der Messenger-Dienst WhatsApp. Der Kurs von Facebook liegt aktuell bei 258,33 USD pro Aktie. Verglichen mit dem Preis zu Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 ist das ein Anstieg von 23,29 Prozent. Blickt man auf das Allzeithoch vom 26. August 2020 beträgt die Differenz 13,02 Prozent.
  • Der Kurs von Apple liegt im Moment bei 131,96 Dollar je Aktie, das ist 5,51 Prozent mehr als beim bisherigen Allzeithoch (145,09 Dollar am 25. Januar 2021). Seit Februar 2020 (Beginn der Pandemie) hat sich die Aktie damit um 64,39 nach oben bewegt.
  • Kein Unternehmen profitiert mehr als der Online-Händler Amazon von der Covid-19-Ausbreitung. Zur Zeit müssen für eine Aktie des Jeff-Bezos-Unternehmen 3.206,20 Dollar hingelegt werden, zu Ausbruch der Pandemie im Februar 2020 waren es 1.870,68 und beim Allzeithoch am 2. September 2020 Dollar 3.552,25 (gegenwärtig minus 8,86 Prozent).
  • Der aktuelle Kurswert von Netflix liegt bei 532,39 je Aktie, das ist verglichen mit dem Höchsstand aus vor Corona-Zeiten ein Plus von 53,10 Prozent. Bei Ausbruch der globalen Infektionswelle im Februar 2020 lag das Papier bei 347,74 Dollar (zu heute: plus 53,10 Prozent).
  • Es wurde millionenfach mehr im Internet gesucht und millionenfach mehr Videos geschaut – das war das positive Ergebnis für Google und Youtube (beides Töchter des Alphabet-Konzerns) in Pandemie-Zeiten. Aber weltweit brach auch die Werbung weg, in einigen Branchen um bis zu 90%. Erst am Ende des Jahres 2020 wird Alphabet wirklich Bilanz ziehen können, heute werden in New York für die Alphabet-Aktie 1.835,74 Dollar berechnet, der bisherige Höchstpreis aus Vor-Krisen-Zeiten lag am 22. Januar 2020 bei 1.485,95 Dollar. Zu Ausbruch der internationalen Virus-Zeiten im Februar 2020 kostete die Aktie übrigens 1.455,84 Dollar, das ist ein Unterschied zu heute von plus 26,09 Prozent.

Aktien von weiteren Giganten:

  • Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische (und außeramerikanische) sowie das weltweit drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen. Darüber hinaus ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste deutsche Unternehmen (Stand: 17. Februar 2020). Für eine Aktie von SAP muss man momentan 104,80 Euro zahlen. Der Wert von SAP verlor seit Beginn der Corona Pandemie im Februar 2020 10,03 Prozent, innerhalb von 5 Jahren gewann er allerdings um 61,18 Prozent.
  • Die Microsoft Corporation ist ein internationaler Hard- und Softwareentwickler und ein Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Mit etwa 148.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 125,8 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen weltweit der größte Softwarehersteller und eines der größten Unternehmen überhaupt. Wer Anteile an Microsoft erwerben möchte zahlt aktuell 231,96 USD pro Aktie. Ein Wertpapier von Microsoft hat damit seit Start der Corona Pandemie im Februar 2020 10,03 Prozent an Wert verloren.
  • Tesla: seit dem Start der Aktie am 29. Juni 2010 kletterte der Wert des Papiers um 23.239,12 Prozent. 793,53 USD muss man aktuell für eine Aktie von Tesla zahlen. Tesla konnte damit den Wert ihrer Aktie seit Anfang der Corona Pandemie im Februar 2020 um 519,16 Prozent steigern.