LKA Hessen ermittelt in zehn Fällen wegen Hasspostings mit Bezug zu Lübcke-Mord

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Das hessische Landeskriminalamt (LKA) ermittelt noch in zehn Fällen wegen Hasspostings im Zusammenhang mit dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. 244 Verfahren wurden an die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main abgegeben, wie die „Heilbronner Stimme“ am Dienstag berichtete. Zuständig sei die innerhalb der Behörde angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

„In aller Regel werden Sonderkommissionen nach Beendigung der Hauptverhandlung zeitnah aufgelöst“, sagte ein Sprecher des LKA der „Heilbronner Stimme“. Hasspostings mit Bezug zu Lübcke würden jedoch weiterhin bearbeitet.

Der Mordprozess gegen den Hauptangeklagten Stephan E. und den Nebenangeklagten Markus H. vor dem Frankfurter Oberlandesgericht war am vergangenen Donnerstag zu Ende gegangen. E. erhielt die Höchststrafe. Das Gericht verhängte lebenslange Haft und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach Haftverbüßung behielten sich die Richter vor. H. wurde vom Vorwurf der psychischen Beihilfe freigesprochen.

ald/cfm