FAANG: Wie bewertet die Börse heute die wichtigsten Technologie-Konzerne?

Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (Alphabet) – diese 5 Konzerne bestimmen das Geschehen in der Technologie-Branche, und unter Börsianern werden Sie als FAANG abgekürzt. Gäbe es den Softwarehersteller SAP nicht gäbe es kein deutsches Unternehmen in der IT-Champions League. SAP kommt deswegen auch in diesem Report regelmäßig vor. Bei Standard&Poors kamen die 5 global führenden Tech-Konzerne in den zurückliegenden drei Monaten auf einen Wertzuwachs von durchschnittlich 10,22 Prozent, über 5 Jahre betrachtet konnte der Unternehmenswert sogar einen Zuwachs verzeichnen von durchschnittlich 350,26 Prozent. Zu dieser Gruppe muss noch Microsoft dazu gezählt werden. Der Wert dieser 5 nicht unumstrittenen Konzerne zusammengerechnet beträgt 6,36 Billionen USD (ca. 5,24 Billionen Euro), dagegen sind die 5 größten Dax-Werte eher bescheiden mit einem Gesamtwert von 515 Milliarden Euro wert.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Facebook ist das mit Abstand größte soziale Netzwerk der Welt. Zum Facebook-Konzern gehören auch die Video- und Foto-Sharing-App Instagram und der Messenger-Dienst WhatsApp. Der Kurs von Facebook liegt aktuell bei 270,50 USD pro Aktie. Verglichen mit dem Preis zu Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 ist das ein Anstieg von 29,10 Prozent. Blickt man auf das Allzeithoch vom 26. August 2020 beträgt die Differenz 11,25 Prozent.
  • Apple entwickelt PCs und Laptops und Smartphones. Der Preis einer Apple-Aktie liegt aktuell bei 135,37 USD. Seit Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 erhöhte sich der Wert eines Anteils um 68,89 Prozent.
  • Bislang steht der Online-Händler Amazon als klarer Corona-Krisen-Gewinner fest: Nie zuvor wurde soviel online eingekauft. Heute liegt der aktuelle Kurs für das Amazon-Wertpapier bei 3.277,71 Dollar. Zur Einordnung: das bisherige Allzeithoch vor dem Februar 2020 betrug am 4. September 2018 2.039,51 Euro (gegenwärtig minus 59,09 Prozent). Zu Beginn der Corona-Krise im Februar 2020 musste für eine Amazon-Aktie 1.870,68 gezahlt werden, das ist eine Veränderung um 75,21 Prozent.
  • Netflix überstieg im Jahr 2020 mit seinem Börsenwert von knapp 195 Milliarden Dollar den der Walt Disney Company. Die Bemühungen, neue Inhalte zu produzieren und Rechte für zusätzliche Inhalte zu sichern und in 190 Ländern zu diversifizieren, haben dazu geführt, dass das Unternehmen Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe eingegangen ist: 21,9 Milliarden US-Dollar ab September 2017 gegenüber 16,8 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Aktuell kostet eine Aktie von Netflix 556,52 USD. Hat man vor Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 investiert, so ist die Aktie heute also 60,04 Prozent mehr wert.
  • Es wurde millionenfach mehr im Internet gesucht und millionenfach mehr Videos geschaut – das war das positive Ergebnis für Google und Youtube (beides Töchter des Alphabet-Konzerns) in Pandemie-Zeiten. Aber weltweit brach auch die Werbung weg, in einigen Branchen um bis zu 90%. Erst am Ende des Jahres 2020 wird Alphabet wirklich Bilanz ziehen können, heute werden in New York für die Alphabet-Aktie 2.104,11 Dollar berechnet, der bisherige Höchstpreis aus Vor-Krisen-Zeiten lag am 22. Januar 2020 bei 1.485,95 Dollar. Zu Ausbruch der internationalen Virus-Zeiten im Februar 2020 kostete die Aktie übrigens 1.455,84 Dollar, das ist ein Unterschied zu heute von plus 44,53 Prozent.

Aktien von weiteren Giganten:

  • Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische (und außeramerikanische) sowie das weltweit drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen. Darüber hinaus ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste deutsche Unternehmen (Stand: 17. Februar 2020). Für eine Aktie von SAP muss man momentan 109,02 Euro zahlen. Der Wert von SAP verlor seit Beginn der Corona Pandemie im Februar 2020 6,41 Prozent, innerhalb von 5 Jahren gewann er allerdings um 67,53 Prozent.
  • Die Microsoft Corporation ist ein internationaler Hard- und Softwareentwickler und ein Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Mit etwa 148.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 125,8 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen weltweit der größte Softwarehersteller und eines der größten Unternehmen überhaupt. Wer Anteile an Microsoft erwerben möchte zahlt aktuell 244,99 USD pro Aktie. Ein Wertpapier von Microsoft hat damit seit Start der Corona Pandemie im Februar 2020 6,41 Prozent an Wert verloren.
  • Tesla baut zwar vor allem Autos, aber auch Weltraumraketen und möchte Fahrgäste, die auf der Erde bleiben, demnächst in unterirdischen Röhren von A nach B schießen. Der CEO Elon Musk leitet das Unternehme sprunghaft und nicht immer berechenbar, was aber bislang Aktionäre wenig störte. Diese zahlen heute für einen Anteil an dem Konzern 816,12 Dollar, bei Pandemie-Beginn im Februar 2020 waren es 128,16 Dollar (zu heute: plus 536,79 Prozent). und am meisten wurde vor Covid-19 am 22. Januar 2020 für die Tesla-Aktie gezahlt: 113,91 Dollar, das sind 582,64 Prozent weniger im Vergleich zum heutigen Wert.