FAANG: Wie machen sich die Tech-Giganten am heutigen Börsen-Tag?

Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google (Alphabet) – diese 5 Konzerne bestimmen das Geschehen in der Technologie-Branche, und unter Börsianern werden Sie als FAANG abgekürzt. Gäbe es den Softwarehersteller SAP nicht gäbe es kein deutsches Unternehmen in der IT-Champions League. Deswegen werden in diesem täglichen Bericht auch die SAP-Zahlen beleuchtet. Bei Standard&Poors kamen die 5 global führenden Tech-Konzerne in den vergangenen 13 Wochen auf eine Zunahme des Unternehmenswertes von durchschnittlich 9,73 Prozent, in den vergangenen 5 Jahren legte der Unternehmenswert immer mehr zu, im Durchschnitt um 334,00 Prozent. Noch nicht mitgezählt ist der Softwaregigant Microsoft. Der Wert dieser 5 FAANG-Gruppenmitglieder beträgt zusammen 6,32 Billionen USD (ca. 5,23 Billionen Euro), dagegen sind die 5 größten Dax-Werte eher bescheiden mit einem Gesamtwert von 503 Milliarden Euro wert.

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Die FAANG-Aktien im Einzelnen

  • Wie stark sich die Corona-Pandemie auf den Wert von Facebook auswirken wird, ist noch nicht entschieden. Auf der einen Seite gab es weltweit Kontakteinschränkungen, was zu einer stärkeren Nutzung von sozialen Netzen führte. Auf der anderen Seite brachen viele Werbeeinnahmen fast vollständig weg. Tagesaktuell liegt der FB-Kurs bei 269,61 Dollar je Aktie, das ist 10,21 Prozent schlechter als das Allzeithoch vom 26. August 2020. Berechnet von Beginn der Corona-Pandemie im Februar 2020 ist das ein Plus von 28,67 Prozent.
  • Selten wurden Smartphones und Laptops so stark genutzt wie im Corona-Jahr 2020: um im Homeoffice zu arbeiten und um den Kontakt zu Freunden und Verwandten trotz Kontaktsperren zu halten. Gleichzeitig aber gingen Millionen in Kurzarbeit oder verloren ihre Jobs. Zu früh um eine Corona-Bilanz für Apple zu ziehen, aktuell liegt der Wert einer Aktie bei 129,13 US-Dollar. Vergleicht man mit dem Allzeithoch vom 25. Januar 2021 ist das eine Veränderung von minus 9,69 Prozent und im Vergleich zum Kurs bei Pandemie-Beginn im Februar 2020 ein Plus von 61,10 Prozent.
  • Bislang steht der Online-Händler Amazon als klarer Corona-Krisen-Gewinner fest: Nie zuvor wurde soviel online eingekauft. Der aktuelle Kurswert liegt bei 3.283,25 je Amazon-Aktie, das ist verglichen mit dem Höchststand aus vor Corona-Zeiten ein Plus von 75,51 Prozent. Bei Ausbruch der globalen Infektionswelle im Februar 2020 lag das Papier bei 1.870,68.
  • Auch für TV-Streamer sind Lockdown-Zeiten eher gute Zeiten: für ein Papier von Netflix werden aktuell 543,30 Dollar berechnet, zu Beginn der Pandemie im Februar 2020 waren es 347,74 Dollar (zu heute: plus 56,24 Prozent). Trotz Schulden in Millardenhöhe ist Netflix stark gefragt. Der bisherige Höchsstand der Aktie vor Corona 415,44 Dollar betrug übrigens (30,28 weniger als heute).
  • Die Nutzung der Suchdienste von Google (Mutterkonzern: Alphabet) und der Videotochter Youtube stieg 2020 erheblich an. Dagegen brachen Werbeeinlöse zum Teil ein. Den bisher höchsten Aktienwert aus Vor-Corona-Zeiten übertrifft man aktuell um 45,12 Prozent, aktuell sind es 2.112,76 Dollar/Aktie. Vor Beginn der weltweiten Krise im Februar 2020 hatte der höchste Aktienkurs am 22. Januar 2020 415,44 Dollar betragen.

Aktien von weiteren Giganten:

  • Die SAP SE mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf ist ein börsennotierter Softwarekonzern. Nach Umsatz ist SAP das größte europäische (und außeramerikanische) sowie das weltweit drittgrößte börsennotierte Softwareunternehmen. Darüber hinaus ist SAP mit einer Marktkapitalisierung von über 150 Milliarden Euro das mit Abstand wertvollste deutsche Unternehmen (Stand: 17. Februar 2020). Für eine Aktie von SAP muss man momentan 104,72 Euro zahlen. Der Wert von SAP verlor seit Beginn der Corona Pandemie im Februar 2020 10,10 Prozent, innerhalb von 5 Jahren gewann er allerdings um 57,43 Prozent.
  • Die Microsoft Corporation ist ein internationaler Hard- und Softwareentwickler und ein Technologieunternehmen mit Hauptsitz in Redmond, einem Vorort von Seattle im US-Bundesstaat Washington. Mit etwa 148.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 125,8 Milliarden US-Dollar ist das Unternehmen weltweit der größte Softwarehersteller und eines der größten Unternehmen überhaupt. Wer Anteile an Microsoft erwerben möchte zahlt aktuell 241,89 USD pro Aktie. Ein Wertpapier von Microsoft hat damit seit Start der Corona Pandemie im Februar 2020 10,10 Prozent an Wert verloren.
  • Ob unterirdische Transportröhren in Übergeschwindigkeit, Weltraumraketen oder E-Autos: viel Fantasie hat Tesla auf jeden Fall zu bieten. Dafürt bezahlen Käufer einer Aktie aktuell 785,57 Dollar, zu Beginn der Corona-Zeiten im Februar 2020 waren es 128,16 Dollar (zu heute: plus 512,95 Prozent). und der höchste davor je gemessene Anteilskurs lag bei 113,91 Dollar (gegenwärtig plus 571,28).