Polizei NRW: Drei Raubüberfälle auf Geldtransporter – Haftbefehl in den Niederlanden vollstreckt

Polizeiauto

Köln (ddna)

Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt:

Nach drei bewaffneten Überfällen auf Geldtransporter in den Jahren 2018 und 2019 hat die niederländische Polizei am frühen Dienstagmorgen (23. Februar 2021) einen vom Amtsgericht Köln erlassenen Europäischen Haftbefehl gegen einen 60 Jahre alten Deutschen vollstreckt. Er ist dringend verdächtig, an den Überfällen in Köln – Godorf (24. März 2018), am Flughafen Kölnn (6. März 2019) und in Frankfurtn (9. November 2019) beteiligt gewesen zu sein. Dem Beschuldigten wird insbesondere gemeinschaftlicher schwerer Raub in drei Fällen sowie in einem Fall ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt, da er bei dem Geschehen am Flughafen Kölnn ein Maschinengewehr zur Ausführung der Tat eingesetzt haben soll. Bei dieser Tat und dem Überfall in Frankfurtn waren zwei Geldboten durch Schüsse erheblich verletzt worden.

In allen drei Fällen waren die Täter mit in den Niederlanden gestohlenen und mit falschen Kennzeichen ausgestatteten Autos geflüchtet, hatten diese unweit des Tatortes angezündet und die Flucht mit einem bereitgeparkten zweiten Fahrzeug fortgesetzt. Nach dem Raubüberfall am Flughafen Kölnn war auch die Tatwaffe, ein Sturmgewehr der Marke AK47, in dem vollständig ausgebrannten Audi gefunden worden.

Dem aus dem Rheinland stammenden Beschuldigten, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat und nach dem europaweit gefahndet worden war, soll der Europäische Haftbefehl in den Niederlanden verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft hat diee Auslieferung des 60 -jährigen nach Deutschland bereits beantragt.

Nach Auswertung der Videoaufzeichnungen zur Tat am Flughafen Kölnn und den daraufhin geführten sehr aufwendigen, zum Teil verdeckt geführten Ermittlungen war es Kölner Ermittlern gelungen, einen Fluchtwagen zu identifizieren, mit dem die Täter nach einem der Überfälle in die Niederlande geflüchtet waren. Dieses Fahrzeug konnte zwischenzeitlich sichergestellt werden. Mit Blick auf die andauernden Ermittlungen auch zu Mittätern und Zeugen können weitere Auskünfte zu den bisherigen Erkenntnissen nicht erteilt werden. Gelegentlich in den Medien geäußerte Vermutungen, wonach Mitglieder der ehemaligen Rote Armee Fraktion an den Taten beteiligt gewesen sein könnten, haben sich in den Ermittlungen nicht bestätigt.

Quelle: Polizei Köln, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)