News NRW: Verkehrsunfall mit Kind verhindert – Mutter schwer verletzt ins Krankenhaus

Polizeiband

Hennef (ddna)

Weil sie verhindern wollte, dass ihre 2- jährige Tochter auf die Straße läuft und möglicherweise von einem Auto angefahren wird, wurde eine 28-jährige Mutter gestern Nachmittag (22. Februar 2021) selbst angefahren und erheblich verletzt. Sie kam mit Knochenbrüchen stationär ins Krankenhaus.

Die 2-Jährige war gegen Nachmittag in Höhe der Christuskirche an der Bonner Straße in Hennef aus einer Einfahrt über den Gehweg in Richtung Fahrbahn gelaufen. Ihre Mutter eilte hinterher und konnte das Kind am Rand der Straße ergreifen und auf den Gehweg zurückstoßen. Dabei geriet die 28-Jährige selbst auf die Fahrbahn der Bonner Straße und prallte gegen die rechte Seite eines aus Richtung Stoßdorf kommenden, vorbeifahrenden Renaults. Am Steuer des Wagens saß ein 82-jähriger Hennefer. Die in der Nähe der Unfallstelle wohnhafte Frau wurde vermutlich vom Außenspiegel des Kombis umgerissen, stürzte zu Boden und zog sich dabei eine Fußfraktur zu.

Der Vater des Kindes konnte zunächst nicht erreicht werden. Polizei und Jugendamt Hennef übernahmen bis zur Abholung durch den Erziehungsberechtigten die Betreuung der 2- Jährigen.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein – Sieg – Kreis, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Auch wenn 2019 32 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, es waren immer noch 458 Todesopfer.

Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar. Das ist kein Pech oder Schicksal, sondern oft Gedankenlosigkeit und Leichtsinn“ so Innenminister Herbert Reul. Das Ziel sei es, dass im Jahr 2050 nur noch im schlimmen Ausnahmefall ein Mensch durch einen Autounfall getötet wird.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. Die Zahl ist fast unglaublich: 1.800 Unfälle pro Tag gab es 2019 in NRW, 679.000 insgesamt.

Am schlimmsten auch für die Rettungskräfte: wenn Kinder bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt oder sogar getötet werden. In 5 Fällen konnten Sanitäter und Ärzte 2019 für die Kinder nichts mehr tun.

Blaulicht Redaktion