14-Jähriger räumt Hackerangriff auf Videokonferenzsystem in Rheinland-Pfalz ein

Reporterin mit zwei Mikrofonen in der Hand

Für einen Hackerangriff auf das von rheinland-pfälzischen Schulen genutzte Videokonferenzsystem Big Blue Button im Januar ist offenbar ein 14-Jähriger verantwortlich gewesen. Der Jugendliche aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich sei als Verantwortlicher für den Angriff im Januar identifiziert worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Koblenz am Mittwoch mit. Nach einer Durchsuchung bei dem Verdächtigen habe er die Tat eingeräumt.

Nach dem Ende der Weihnachtsferien waren sowohl auf der Lernplattform Moodle@RLP als auch in dem Videokonferenzsystem Big Blue Button erhebliche Störungen aufgetreten. Zwei Tage lang wurde der Onlineunterricht dadurch erschwert.

Das Dezernat Cybercrime des Landeskriminalamts nahm Anfang des Jahres 2021 Ermittlungen gegen mögliche Verantwortliche auf. Hinsichtlich weiterer Angriffe auf die Lernplattform und das Videokonferenzsystem werde noch ermittelt.

In Rheinland-Pfalz arbeiten nach Angaben der Landesregierung einige Hundert der rund 1600 Schulen mit der Lernplattform Moodle und der darin integrierten Anwendung Big Blue Button auf landeseigenen Servern. Andere Plattformen waren von den Angriffen nicht betroffen.

ruh/cfm