Bakterienschleudern: Smartphones und Co.

Der Touchscreen ist ein bevorzugter Tummelplatz für Bakterien Bild: Pixabay/Jan Vasek

Bakterien sind die ältesten Bewohner der Welt – ohne sie gäbe es heute kein Leben auf unserer Erde. Sie sind einfach überall: Auf Mensch, Tier, Pflanzen, Nahrungsmitteln, in der Luft, im Wasser und Boden. Größtenteils sind sie völlig harmlos, teilweise sogar lebenswichtig. Wir benötigen „gute Bakterien“ unter anderem für die Verdauung. Außerdem dienen sie als Schutz vor krankmachenden Keimen in unserem Körper. Daneben gibt es auch „böse Bakterien“. Sie können verschiedene Erkrankungen verursachen, darunter Harnwegsinfekte, Keuchhusten, Scharlach und Tuberkulose.


Smartphones und iPhones sind ein Tummelplatz für Bakterien. Etwa 100 verschiedene Arten tummeln sich auf einem Touchscreen. Auf dem Markt finden sich erstklassige Hüllen, die unsere sensiblen Geräte sowohl vor Schmutz und Feuchtigkeit als auch Bakterien schützen. Für jede Marke und alle Modelle gibt es spezielle Produkte, die wiederum in einer unendlichen Auswahl zur Verfügung stehen. Beispielsweise iPhone X Hüllen sind unter anderem als Hard- und Softcase-, Klapp- sowie Einschub-Varianten, aus Silikon oder Leder erhältlich. Zwar lassen die Hüllen keine Bakterien zum Touchscreen durch, jedoch übertragen wir sie in großer Zahl auf direktem Weg mit unseren Fingern.


Bakterien lauern überall

Im Durchschnitt tippen wir 2.500 Mal täglich auf die kleinen Bildschirme unseres Smartphones. Zuvor fassen wir eine Vielzahl an Dingen an, darunter Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln und Türklinken an der Arbeit oder auf dem Weg in ein Geschäft. Darüber hinaus gelangen viele Bakterien beim Telefonieren auf das Touchscreen. Sie stammen aus dem Mund, z.B. von Lebensmitteln, oder auch aus der Lunge. Während Verschmutzungen schnell sichtbar sind, ist der dichte Bakterienfilm mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Deshalb sollte man nicht nur auf häufiges Händewaschen achten, sondern auch das Touchscreen regelmäßig und in kurzen Zeitabständen reinigen. Verfügen Menschen über ein gutes Immunsystem, können die meisten Bakterien ihnen nichts anhaben. Nutzt man jedoch das Smartphone einer Person, die erkältet ist, besteht das Risiko einer Ansteckung.


Touchscreen säubern

Für die tägliche Pflege reicht bereits ein Brillen- oder Mikrofasertuch aus. Unter leichtem Druck ausgeübte kreisende Bewegungen sorgen für eine anstrengungsfreie und doch effektive Säuberung. Anfeuchten ist nicht erforderlich, denn auch trockene Tücher saugen beispielsweise Fett auf. Wer allerdings ein paar Tropfen Wasser nutzt, kann auf diesem Weg noch mehr Erreger entfernen. Keinesfalls sollten bei einem Kunststoff-Touchscreen Alkohol, Glasreiniger oder scharfe Putzmittel verwendet werden. Sie können das Display stumpf machen oder beschädigen. Es gibt jedoch speziell für Smartphone und Co. entwickelte Desinfektionssprays, die sowohl Bakterien als auch Viren erfolgreich abtöten.