Verband: Unternehmen sparten bis zu 50 Milliarden Euro bei Dienstreisen

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Deutschlands Unternehmen haben aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen Milliarden Euro bei Dienstreisen gespart. Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) schätzt die Summe auf bis zu 50 Milliarden Euro, wie Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl der „Welt am Sonntag“ sagte. Die Unternehmen hätten „einen mittleren bis hohen einstelligen Milliardenbetrag für Dienstreisen ausgegeben“ – das wäre ein Rückgang um bis zu 90 Prozent.

Grundlage der VDR-Schätzungen sind monatliche Umfragen unter den 560 Mitgliedsunternehmen. Einzelne große Konzerne hätten bei den Dienstreisen im vergangenen Jahr dreistellige Millionenbeträge gespart, sagte Biehl der Zeitung. Er geht davon aus, dass die Ausgaben auch in den kommenden Jahren deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau liegen werden.

Laut einer Umfrage der Zeitung unter den 30 Dax-Konzernen haben fast alle ihre Ausgaben für Reisen radikal reduziert. Viele erwarten demnach zudem, dass das Vorkrisenniveau nicht mehr erreicht wird. Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer etwa gab laut „WamS“ im vergangenen Jahr 266 Millionen Euro weniger für Dienstreisen aus – das entspricht einem Rückgang von 70 Prozent. Der Chemiekonzern BASF senkte die sogenannten diskretionären Kosten, in denen auch die Reiseausgaben enthalten sind, um etwa 200 Millionen Euro.

Beim Triebwerkhersteller MTU reduzierten sich die Ausgaben laut Bericht um gut elf Millionen auf knapp vier Millionen Euro. Der Autozulieferer Continental reduzierte seine Ausgaben um 70 Prozent. Das Unternehmen aus Hannover verlängert derzeit auch keine auslaufenden Bahncards.

ilo/gap