Prozess gegen früheren VW-Chef Winterkorn erneut verschoben

Reporterinn interviewt Frau

Der Betrugsprozess gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn wegen des Dieselskandals wird erneut aufgrund des Pandemie-Geschehens verschoben und in den Herbst verlegt. Die Hauptverhandlung beginne am 16. September, teilte das Landgericht Braunschweig am Mittwoch mit. Eigentlich sollte der Prozess am 20. April beginnen – auch das war bereits eine Verschiebung des ursprünglich für Februar geplanten Termins.

Das Gericht begründete die erneute Verlegung mit der Corona-Pandemie und den Ergebnissen der jüngsten Bund-Länder-Schalte. Auch wenn die Hauptverhandlung von den gefassten Beschlüssen „nicht direkt betroffen“ sei, erscheine ein späterer Zeitpunkt „sachgerecht“, erklärte das Gericht. Insgesamt wurden mehr als 130 Verhandlungstermine im Zeitraum bis Anfang Juli 2023 anberaumt.

Winterkorn und vier weitere frühere und aktuelle hohe VW-Mitarbeiter müssen sich wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Es geht dabei um die Täuschung von Autokäufern im Zusammenhang mit illegalen Abschalteinrichtungen in VW-Fahrzeugen.

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