Polizei NRW: Unfallfluchten mit Sachschaden

Einsatz mit Fahrzeugen

Recklinghausen (ddna)

Haltern am See

Zwischen Samstagabend und Montagmorgen beschädigte ein Fahrer einen geparkten schwarzen Honda Civic an der linken Fahrzeugseite. Das Auto stand an der Holtwicker Straße. Bei dem Unfall entstand 1.500 Euro Sachschaden. Hinweise auf den Verursacher liegen nicht vor.

Datteln

Am Freitag, in der Zeit von 18:35-18:45 Uhr, wurde ein auf der Elisabethstraße geparkter blauer Volvo Kombi von einem unbekannten Autofahrer beschädigt. Der Sachschaden liegt bei etwa 1.000 Euro. Der Unfallverursacher flüchtete unerkannt von der Unfallstelle.

Oer – Erkenschwick

Am Montag fuhr eine 62-jährige Frau, am Nachmittag, mit ihrem Fahrrad auf der Engelbertstraße in Richtung Buschstraße. In Höhe des Stadions kam ein Mann auf einem Leichtkraftrad aus einer Grundstückseinfahrt gefahren. Es kam auf der Straße zum Unfall. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Der Unfallverursacher entfernte sich direkt vom Unfallort und flüchtete zunächst unerkannt in Richtung Hochstraße und bog dann nach links auf die Knappenstraße ab. Der Fahrer kann wie folgt beschrieben werden: ca. 20 Jahre alt, sehr schlanke Statur, etwa 1,75m – 1,85m groß, er trug keinen Helm Es entstand ein Sachschaden von ca. 400 Euro.

Hinweise nimmt die Polizei unter der 0800 2361 111 entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Feigheit oder Blackout: Abhauen nach Unfall nimmt zu

Die Zahl der Verkehrsunfälle in unserem Bundesland ist erfreulicherweise zurückgegangen. Weniger schön: immer häufiger flüchten Fahrer und Fahrerinnen in Nordrhein-Westfalen von der Unfallstelle. 2019, im Vergleich zu 2015, waren 5.000 Unfallbeteiligte mehr verschwunden: insgesamt 143.500 Fahrerinnen und Fahrer!

NRW-Innenminister Herbert Reul zu dieser Entwicklung: „Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“.

Immerhin, die Aufklärungsquote lag 2019 bei 40,9 %. Noch höher ist natürlich der Druck auf die Ermittler, wenn bei einem Unfall mit Fahrerflucht jemand getötet oder schwer verletzt wurde. Bei den Crashs mit Getöteten wurden acht von zehn Fällen aufgeklärt, bei den Unfällen, bei denen Menschen schwer verletzt wurden, immerhin die Hälfte.

Die „Unfallflucht“ versteht zwar jeder, aber juristisch korrekt heißt es: „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“ – niedergeschrieben in §142 des Strafgesetzbuches.