Unfall NRW: Königsallee – Schwer verletzter E-Scooter Fahrer nach Unfall – Gaffer behindern Rettungsmaßnahmen – Ingewahrsamnahmen und Blutproben nach Widerstand

Einsatz mit Fahrzeugen

Düsseldorf (ddna)

Düsseldorf, 1. April 2021, 23:20 Uhr

Mehrere Personen, offenkundig erheblich alkoholisiert, störten gestern Abend die Rettungsarbeiten für einen schwer verletzten 25-jährigen Rollerfahrer auf der Königsallee. Insbesondere zwei junge Männer taten sich durch das Filmen des Unfallopfers und das aktive Behindern der Erste – Hilfe – Maßnahmen hervor.

Das Streifenteam, das als erstes vor Ort eintraf, nahm eine Person wahr, die von einer Gruppe umringt am Boden lag. Die Beamten forderten umgehend einen Notarzt an. Als sich die Beamten dem Verletzten näherten, um eine Erstversorgung einzuleiten, wurden sie von den beiden Tatverdächtigen, einem 25-jährigen Deutschen und einem 26-jährigen Russen, angeschrien und beleidigt. Auch eine Frau aus der Personengruppe schrie die Beamten an und war auffällig distanzlos. Alle Versuche des Einsatzteams, die Situation kommunikativ zu entspannen, schlugen fehl. Auch erteilte Platzverweise wurden durch das aggressive Duo ignoriert. Zu allem Überfluss ging der 26-Jährige in Angriffshaltung auf einen Beamten los. Daher musste dieser konsequent zu Boden gebracht werden. Gemeinsam mit Notarzt und Rettungswagen trafen weitere angeforderte Streifenteams ein. Während sich die Rettungskräfte um die Versorgung des Schwerverletzten kümmerten, filmte der 25-Jährige mit seinem Handy den Bewusstlosen auf dem Boden. Weder den Aufforderungen, das Filmen zu unterlassen, noch die gefilmten Sequenzen zu löschen, kam der Mann nach. Letztlich mussten die Einsatzkräfte das Telefon unter erheblichen Widerstand des Mannes beschlagnahmen. Beiden in Gewahrsam genommenen Randalierern wurden Blutproben entnommen. Entsprechende Strafanzeigen wurden gefertigt. Der schwer verletzte Düsseldorfer kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Die Unfallursache ist nach wie vor unklar.

Quelle: Polizei Düsseldorf, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Trotzdem ist jeder Tote ein Verkehrsopfer zu viel: 458 Menschen starben 2019, 32 weniger als 2018.

Das ist ein echter Erfolg. Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“, meint Innenminister Herbert Reul. Bis 2050 soll es laut Reul gelingen, dass nur noch in ganz seltenen Fällen ein Mensch durch einen Verkehrsunfall getötet wird.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. 1.800 pro Tag krachte es in Nordrhein-Westfalen 2019 – insgesamt nahm die Polizei 679.000 Unfälle auf.

Verkehrsunfall mit Kind“ ist die schlimmste Alarmierung auch für hartgesottene Rettungskräfte: in 5 Fällen kam 2019 jede Hilfe zu spät.