News Paderborn: Einbrecher machen keine Beute

Polizeiband

Paderborn (ddna)

(mb) Über die Feiertage nahm die Polizei mehrere Einbrüche und Einbruchsversuche auf. Zwei Mal verhinderten Zeugen das Eindringen der Täter. In allen Fällen machte die Einbrecher keine Beute.

In der Nacht zu Donnerstag (1. April 2021) kletterte ein Täter an der Mälzerstraße über die Balkone eines Mehrparteienhauses bis zu einem Balkon im zweiten Obergeschoss. Dort versuchte er die Balkontür aufzuhebeln. Gegen 0:45 Uhr entdeckte ein Anwohner den Einbrecher. Der ließ von seinem Vorhaben ab, kletterte über die Balkone wieder herunter und flüchtete auf der Mälzerstraße in Richtung Zur Schmiede. Der Täter soll etwa 1,90 Meter groß und dünn gewesen sein. Er trug dunkle Kleidung, hatte eine Kapuze oder ähnliches über den Kopf gezogen und die Mundpartie bedeckt.

Am Donnerstagvormittag verließ eine Frau gegen 10 Uhr ihre Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Unkairstraße in Schloß Neuhaus. Als sie nach einer Stunde heimkehrte, standen sämtliche Schränke und Schubladen offen und waren offensichtlich durchwühlt worden. Wie der Täter in die Wohnung gekommen war konnte nicht geklärt werden.

In Neuenbeken wurde am Samstagmorgen (3. April 2021) der Einbruch in ein derzeit nicht bewohntes Haus am Hildesheimer Hellweg entdeckt. Türen waren aufgebrochen und Räume durchsucht worden. Die Tatzeit könnte schon bis zu einer Woche zurückliegen.

Am Krebsbach vernahm ein Bewohner am Samstagabend gegen 23:20 Uhr Geräusche vom Balkon unter seiner Wohnung. Jemand machte sich dort an den Rollläden zu schaffen. Der Zeuge entdeckte einen etwa 1,85 Meter großen Mann mit dunkler Jacke auf dem Balkon. Der Fremde bemerkte den Augenzeugen auch und ergriff die Flucht. Schäden waren noch nicht entstanden.

Quelle: Polizei Paderborn, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn weder Polizei noch Alarmanlage helfen – Einbrüche in NRW

Die gute Nachricht: die Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen geht zurück. Dass die Einbruchsdelikte noch weniger werden hatte allerdings die Mehrheit der Experten vorausgesagt.

Das Arbeiten im Home-Office hat in vielen Tausend Fällen dazu geführt, dass in Wohnungen tagsüber nicht mehr eingebrochen wird.

80 Wohnungseinbrüche wurden in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr 2020 registriert – das ist der Durchschnitt in 24 Stunden! Insgesamt 14.360 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche in nur sechs Monaten – kleiner Trost: das sind 600 weniger als im ersten Halbjahr des Vor-Corona-Jahres. Von durchschnittlich 82 Fällen auf täglich 80 – gut, aber kein Grund zum Jubeln.