Polizei NRW: Erste Fälle von Fahrraddiebstählen aus Garagen – Polizei sagt, wie Sie sich schützen können

Polizeiabzeichen und Einsatzwagen

Dortmund (ddna)

Die Polizei warnt in diesem Jahr erneut vor Fahrraddieben, die sich Zugang zu Garagen verschaffen und die Zweiräder entwenden. Der Polizei sind bereits erste Fälle bekannt geworden.

Noch sind es nur vereinzelte Fälle, doch durch eine Tatserie aus dem vergangenen Jahr kennt die Polizei die Masche bereits (wie mit der Pressemitteilung Nr. 0769 aus 2020 berichtet). Auch in diesem Jahr sind es vorwiegend Garagen mit elektrisch betriebenen Toren, in die die Täter durch Aufbrechen gelangen, um das Fahrrad zu entwenden. Deshalb ruft die Polizei dazu auf, die unten stehenden Präventionstipps unbedingt zu beachten.

Ergänzend dazu wissen Ermittler von Taten im vergangenen Jahr, dass Täter oft eigene, meist ältere Fahrräder nutzen, um die Tatorte auszukundschaften und zu erreichen. Mehrmals fand die Polizei bei diesen Taten ein fremdes Fahrrad am Tatort vor. Deshalb rät sie: Sollten Sie ein verdächtiges Fahrrad finden oder Opfer eines Diebstahls werden und am Tatort ein Rad vorfinden: Dieses könnte möglicherweise ein Tatmittel sein und daher Spuren tragen. Die Polizei wird das Fahrrad dann sicherstellen. Fassen Sie es nach Möglichkeit nicht an! Sollte es dennoch umgelagertgestellt werden müssen, versuchen Sie es nicht am Lenker – insbesondere an den Lenkergriffen – zu berühren oder, wenn dies unumgänglich ist, ihn vorher abzudecken. Hierbei sind, falls vorhanden, Briefumschläge zu nutzen. Von Plastiktüten ist abzuraten, weil diese die Spuren gefährden können. Denn: Diese Spuren sind wichtig! In der Vergangenheit konnte die Polizei durch DNA-Spuren am Lenker bereits Taten konkreten Tatverdächtigen zuordnen.

Zudem gelten die folgenden Ratschläge:

– Fahrraddiebstähle aus Garagen erfolgen nicht zufällig. Meist werden die Tatorte zuvor ausgekundschaftet. Wenn Sie in Ihrem Umfeld verdächtige bzw. auffällige Personen bemerken, verständigen Sie daher bitte die Polizei über die 110.

– Ein neues Garagentor sollte mindestens der Widerstandsklasse RC2 für einbruchhemmende Bauteile nach DIN 1627 entsprechen. Sollten zusätzliche Fenster undr Türen verbaut sein, ist auch hier mindestens RC2 erforderlich.

– Bei einer Nachrüstung ist bei einem Schwingtor insbesondere auf robuste Beschläge, einen Aufhebelschutz und eine Schnäpperverriegelung zu achten.

– Bei einem Roll – oder Sektionaltor mit elektrischem Antrieb ist in der Regel ein vergleichsweise hoher Einbruchschutz gewährleistet. Achtung! Achten Sie unbedingt darauf, dass das Garagentor tatsächlich verriegelt und nicht nur geschlossen ist – auch bei elektrischem Antrieb!

– Bei einem nur mäßig gesicherten Garagentor sollte der Fokus auf der Sicherung des hochwertigen Fahrrades liegen: Schließen Sie Ihr Fahrrad auch in der Garage an einem fest montierten Teil an! Nutzen Sie GPS – Tracking.

– Sorgen Sie zudem vor: Im Falle eines Fahrraddiebstahls hilft eine zeitnahe Fahndungsausschreibung. Notieren Sie die Rahmennummer Ihres Fahrrades und legen Sie anhand dieser Daten einen polizeilichen Fahrradpass an. Siehe auch: https:/izei.nrwesaultes7-08rradpass_2017.pdf

– Durchaus von Vorteil ist auch eine sehr individuelle bzw. auffällige Gestaltung des Fahrrades, da diese einen hohen Wiedererkennungswert verschafft und das Rad gegebenenfalls für Fahrraddiebe unattraktiver macht. Dies ist aber selbstverständlich dem eigenen Geschmack überlassen.

– Weitere Informationen erhalten Sie bei den sicherheitstechnischen Fachberatern der Polizei Dortmund. Sie sind werktags zwischen 9 und 12 sowie 13 und 15 Uhr unter 0231-7950 zu erreichen.

Quelle: Polizei Dortmund, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)