Patentpool Group-Beteiligung profitiert von Milliarden-Zukauf der Londoner Börse

Patentpool Group: Beteiligung am Datenanalysten Prisma Analytics zahlt sich aus Bild: Getty/Jonathan Heyle


(ddna) Für 27 Milliarden US-Dollar hatte die Londoner Börse zu Beginn des Jahres das Analysehaus Refinitiv gekauft – dieser Megazukauf kommt jetzt dem Münchner Datenanalysten Prisma Analytics zugute: Für das Münchner KI-Unternehmen war Refinitiv bislang einer der wichtigsten Partner für den Vertrieb der eigenen Analysewerkzeuge. Und die Börse an der Themse ist mit der Übernahme von Refinitiv zum weltweit größten Anbieter von Finanzinformationen geworden.


Für das Management von Prisma Analytics ist die Zusammenarbeit mit diesem Global Player der Finanzinformationen eine Riesenchance. Dr. Heiner Pollert vertritt mit der Patentpool Group den Hauptinvestor des Unternehmens: „Die Karten auf dem Markt professioneller Finanzinformationen werden neu gemischt – nicht zuletzt getrieben durch den täglich wachsenden Bedarf an Big Data-Analysen. Smarte Informationen bilden die Basis für den Finanzmarkt“. Solche smarten Informationen bietet Prisma Analytics unter anderem über seine App „Decision Point“ an: Prognosen zur künftigen Entwicklung von Beziehungen innerhalb von Märkten und welchen gegenseitigen Einfluss sie aufeinander ausüben. Solche Analysen waren zuvor extrem aufwändig und teuer, die App von dem Münchener Unternehmen Prisma Analytics hat mit großem technischem Aufwand eine einfache Lösung für Marktentscheider entwickelt. Dazu gehört auch mit linguistischen Verfahren den öffentlichen Diskurs in den Finanzmärkten zu interpretieren und auszuwerten.


Patentpool Group: Investitionen nur in wirklich neue Geschäftsmodelle

Geschäftsmodelle wie das von Prisma Analytics sind es, in die die Patentpool Group investiert – nicht in Varianten einer bestehenden Lösung, sondern in die mit „echtem Zukunfts- und Disruptionspotential“, so Dr. Heiner Pollert, CEO von Patentpool in den StartupValley News und betont: „Wichtig für das Unternehmen ist, dass man in diesem Marktsegment möglichst der einzige Akteur ist“. Seine Gründung  von Patentpool 1998 war auch die Folge einer bitteren Erkenntnis: Dr. Pollert hatte zuvor in seinen 15 Jahren als Bühnen- und TV-Produzent öfter erlebt, wie einfach das Urheberrecht ausgehebelt werden kann – und begann in Unternehmen zu investieren, deren Ideen und Entwicklungen durch das schwer zu umgehende Patentrecht schützbar sind. Zum Beispiel in solch „revolutionäre Sentiment-Analysen“, mit deren Hilfe Prisma Analytics aufzeigt, wie sich der öffentliche Diskurs auf Marktnischen auswirkt, auch wenn das nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Portfolio an finanzmarktrelevanten Informationen ist.


Die Unterstützung von Patentpool beschränkt sich nicht auf die patenrechtliche Absicherung von Geschäftsideen. Anders als andere Investoren nimmt das Beteiligungsunternehmen dem Gründerteam die betriebswirtschaftliche Arbeit, wie Buchhaltung, Controlling, Businessplanung oder Marketing ab, die vom Weiterentwickeln des Produktes abhalten könnte. Die Gründer sollen nur eines:  Revolutionäre Produkte entwickeln.