Blaulicht Niedersachsen: Achtung Wildunfall!

von links: Tobias Büsing, Jan Niklas Bösche und Gereke Friedrichs 
copyright: N. Harries

Bild: von links: Tobias Büsing, Jan Niklas Bösche und Gereke Friedrichs
copyright: N. Harries (Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg presseportal.de)

Nienburg (ddna)

„In den letzten Wochen habe ich selbst vier Wildunfälle an dieser Strecke aufgenommen,“ erklärt Jan Niklas Bösche von der Polizei Hoya. „Das erschien mir recht viel und ich nahm Kontakt mit dem zuständigen Jagdberechtigten, Herrn Friedrichs auf. Auf Nachfrage beim Sachgebiet Verkehr der Polizeiinspektion Nienburgaumburg (PI), bekamen wir zudem den Hinweis, an der Strecke die farbigen Dreibeine aufzustellen, die auf einen Wildunfall hinweisen. Das haben wir heute mit Unterstützung des Verkehrssicherheitsberaters der PI, Tobias Büsing getan.“ An der B215 zwischen Eystrup und Hassel wurden eine Vielzahl von Dreibeinen postiert, um dem Kraftfahrenden die Unfallproblematik in diesem Bereich aufzuzeigen. Insgesamt sind in diesem Abschnitt seit 2019 durch die Polizei 29 Wildunfälle aufgenommen worden, bereits fünf in diesem Jahr. Dabei wird noch längst nicht jeder Unfall der Polizei mitgeteilt. Manchmal wird der Jagdberechtigte selbst angerufen oder der Wildunfall bleibt unbemerkt, so teilweise bei Lkw. Gefahrzeichen, die vor Wildwechsel warnen, sind bereits aufgestellt. Diese sollten in einem Waldgebiet eigentlich überflüssig sein. In der Fahrschule wird darüber aufgeklärt, dass in Waldgebieten immer mit Wildwechsel gerechnet werden muss und man der Gefahr nur mit mäßiger Geschwindigkeit entgehen kann. „Die jetzt aufgestellten Dreibeine stammen noch aus der Wildunfallaktion, die 2011 im Landkreis Nienburg begonnen hat. Die Dreibeine sind mittlerweile schon recht lädiert. „erklärt Werner Müller, vom Sachgebiet Verkehr der PI. „Die ursprüngliche Absicht, jeden Unfall im Landkreis mit einem solchen Merkmal abzubilden, können wir schon lange nicht mehr verwirklichen. So sind wir dazu übergegangen, uns besondere Strecken herauszusuchen, an denen wir damit für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen wollen.“ Erfahrungsgemäß findet ein Wildwechsel verstärkt in einer verkehrsarmen Zeit statt, also in den frühen Morgen – oder Abendstunden. Ausgeschlossen ist aber das Wechseln des Wildes auch zur Tageszeit nicht. Bei allen Beteiligten an der Aktion besteht die Hoffnung, den einen oder anderen Wildunfall durch die erhöhte Aufmerksamkeit zu verhindern.

Quelle: Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)