Unfall NRW: Schwerer Verkehrsunfall auf der A 2 bei Gütersloh sorgte für Vollsperrung

Zwei Polizisten

Bielefeld (ddna)

DV / BAB 2 – Gütersloh / Am Freitagabend, gegen 21:10 Uhr, ereignete sich auf der BAB 2 zwischen der Anschlussstelle Gütersloh und der Raststätte Gütersloh ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Pkw, wobei zwei Personen verletzt wurden. Aufgrund stockenden Verkehrs auf der Richtungsfahrbahn Dortmund wich ein 34- jähriger Fahrer eines Mercedes aus Ennepetal einem vor ihm befindlichen Pkw aus, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Er lenkte nach rechts und verlor daraufhin die Kontrolle über seinen Pkw. Er fuhr weiter in eine dortige Böschung. Dabei überschlug sich das Fahrzeug mehrfach. Der Fahrer wurde aus seinem Mercedes geschleudert. Anschließend geriet der Pkw zurück auf die Fahrbahn und rutschte auf dem Dach liegend auf den linken Fahrstreifen. Ein nachfolgender Nissan eines 80-jährigen Mannes aus Potsdam leitete eine Notbremsung ein, um nicht gegen den auf dem Dach liegenden Mercedes zu fahren. Ein dahinter befindlicher Mercedes, welcher von einem 52- jährigen Mann aus Berlin geführt wurde, fuhr auf den Nissan auf. Er schleuderte gegen die Mittelschutzplanke, wurde von ihr abgewiesen und schlug danach in die Seitenschutzplanke ein. Durch den Unfall wurden der 34-jährige Mann aus Ennepetal und der 80-jährige Potsdamer verletzt und durch Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr in umliegende Krankenhäuser verbracht. Glücklicherweise scheinen sie nicht lebensbedrohlich verletzt zu sein. Die drei beteiligten Pkw wurden abgeschleppt. Die Richtungsfahrbahn Dortmund und die Anschlussstelle Gütersloh mussten für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten bis ca. 23 Uhr komplett gesperrt werden. Der Straßenverkehr staute sich zeitweise auf eine Länge von 5 Kilometer. Es entstand hoher Sachschaden.

Quelle: Polizei Bielefeld, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Aber immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar. Das ist kein Pech oder Schicksal, sondern oft Gedankenlosigkeit und Leichtsinn“ so Innenminister Herbert Reul. Das Ziel sei es, dass im Jahr 2050 nur noch im schlimmen Ausnahmefall ein Mensch durch einen Autounfall getötet wird.

Auch 2019 gab es viele Fälle, in denen der Tod eines Menschen durch einen Verkehrsunfall zu vermeiden gewesen wäre: 97 Mal wurde zu schnelle gefahren, 31 Menschen waren nicht angeschnallt, in 39 Fällen waren Drogen oder Alkohol im Spiel und ein Mensch starb, weil er beim Fahren das Handy benutzte. Insgesamt gab es 2019 in Nordrhein-Westfalen rund 679.000 Unfälle – das sind 1800 pro Tag!

Verkehrsunfall mit Kind“ ist die schlimmste Alarmierung auch für hartgesottene Rettungskräfte: in 5 Fällen kam 2019 jede Hilfe zu spät.