Unfall NRW: Motorrad prallt gegen Pkw

Motorradunfall

Lippe (ddna)

(LW) Schwer verletzt wurde am Samstagnachmittag gegen 15:05 Uhr bei einem Verkehrsunfall auf der Ostwestfalenstraße in Höhe Retzen der Fahrer eines Motorrades. Der 44-jährige, aus Herford stammende Motorradfahrer beabsichtigte, mit seiner leistungsstarken BMW einen vor ihm fahrenden Pkw zu überholen. Bei diesem Überholvorgang beschleunigte er sein Motorrad derart stark, dass das Vorderrad den Kontakt zur Fahrbahn und im Anschluss der Motorradfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er stürzte vom Motorrad auf die Fahrbahn und verletzte sich dabei schwer. Das führerlose Motorrad geriet danach in den Gegenverkehr und kollidierte dort frontal mit dem Hyundai einer 38-jährigen Frau aus Dörentrup. Diese blieb bei der Kollision unverletzt. An den beiden beteiligten Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden. Beide waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der schwer verletzte Motorradfahrer wurde mittels eines Rettungswagens in ein Klinikum in Herford eingeliefert. Wegen seiner Fahrweise und da darüber hinaus der Verdacht besteht, dass er nicht im Besitz eines erforderlichen Führerscheins ist, wurde ein Strafanzeige gegen ihn eingeleitet. Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen können oder denen der Motorradfahrer im Vorfeld auf der Ostwestfalenstraße wegen seiner Fahrweise aufgefallen ist, melden sich bitte bei der Polizei in Detmold unter 05231 – 6090.

Quelle: Polizei Lippe, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Seit 1953 werden Verkehrsunfälle in den Polizeiarchiven festgehalten und noch nie hat es seitdem so wenig Verkehrstote gegeben wie im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu 2018 wurden im vergangenen Jahr 32 Menschen weniger getötet, insgesamt 458.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Vermeidbare Unfälle mit Todesopfern – dazu zählte die Polizei in 2019 in 97 Fällen zu schnelles Fahren, bei 39 Menschen wurde Alkohol- oder anderer Drogenmissbrauch festgestellt, 31 Getötete waren nicht angeschnallt und in einem Fall hatte das Opfer beim Fahren mit dem Handy telefoniert. Die Zahl ist fast unglaublich: 1.800 Unfälle pro Tag gab es 2019 in NRW, 679.000 insgesamt.

Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.