Unfall BW: Weitere Unfallbeteiligte verstorben

Polizeiauto

Friedrichshafenenseekreis (ddna)

Die 31-jährige hochschwangere Frau, die beim gestrigen Verkehrsunfall vor dem Friedrichshafener Klinikum lebensgefährlich verletzt worden war, ist am heutigen Vormittag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Neugeborene wurde noch am gestrigen Tag zur weiteren intensivmedizinischen Versorgung in eine Spezialklinik verlegt.

Unsere Ursprungsmeldung vom 7. Mai 21:

Friedrichshafen

Folgenschwerer Verkehrsunfall fordert ein Todesopfer

Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem eine Person zu Tode kam und zwei weitere teils lebensgefährlich verletzt wurden, kam es heute gegen Vormittag vor dem Haupteingang des Klinikums Friedrichshafen in der Röntgenstraße. Den bisherigen polizeilichen Ermittlungen zufolge befuhr ein mit drei Personen besetzter VW Golf die Zufahrt zum Krankenhaus und prallte Zeugenaussagen zufolge mit hoher Geschwindigkeit in der Zufahrt zur Notaufnahme frontal gegen eine Betonmauer. Unmittelbar zur Unfallstelle geeiltes medizinisches Personal des Klinikums und die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen, die mit etwa 20 Einsatzkräften zum Unfallort ausgerückt war, retteten die drei Insassen aus dem Fahrzeug. Der 39-jährige Fahrer und eine auf der Rücksitzbank befindliche, 31-jährige hochschwangere Frau zeigten dabei keine Lebenszeichen mehr und mussten unter Reanimation in die Notaufnahme gebracht werden. Die 33-jährige Frau auf dem Beifahrersitz wurde ebenfalls mit schweren Verletzungen im Krankenhaus aufgenommen. Trotz aller medizinischer Bemühungen gelang es nicht, den Fahrzeuglenker wiederzubeleben, er verstarb kurz nach dem Unfall. Die Hochschwangere konnte von den Ärzten erfolgreich reanimiert und das ungeborene Kind mittels Notkaiserschnitt auf die Welt gebracht werden. Beide befinden sich in lebensbedrohlichem, aber derzeit stabilem Zustand in der Klinik. Die Verkehrspolizeiinspektion Ravensburg hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Den Umständen nach erscheint es möglich, dass der 39-jährige Fahrer bereits vor dem Aufprall auf die Mauer ein medizinisches Problem erlitten und dann die Kontrolle über den PKW verloren haben könnte.

Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Unfälle in Baden-Württemberg gehen zurück

Seit 1953 die offizielle Statistik für unser Bundesland eingeführt wurde, gab es noch nie so wenig Unfälle wie im ersten Halbjahr 2020!

Die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger auf historischen Tiefständen. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsaufkommen zurückzuführen“, sagte Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Halbjahresstatistik.

Bemerkenswert sind die gesunkenen Unfallzahlen auf jeden Fall: Die Zahlen gingen von 161.817 in der ersten Jahreshälfte 2019 auf 126.198 in den ersten sechs Monaten 2020 zurück (22% weniger). Klarer Wermutstropfen: Bei diesen Crashs wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1%) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9%). 146 Menschen (- 31,8%) starben auf Baden-Württembergs Straßen.