CEO von NAGA: Gigantische Kurssprünge beim Bitcoin bald Vergangenheit

Kursschwankungen sind beim Bitcoin normal – der positive Gesamt-Trend bleibt. Bild: Pixabay/Darwin Laganzon


„Der Bitcoinkurs könnte sich bis Endes des Jahres 2021 noch einmal verdreifachen!“ – diese Aussage kommt nicht von einem besonders optimistischen Bitcoin-Fan, sondern von den Analysten der US-Investmentbank JP Morgan, der siebtgrößten Bank der Welt. Jahrelang war die Investmentbank einer der schärfsten Kritiker von Bitcoin&Co und hatte noch 2019 erklärt, das digitale Geld werden bald wieder „in der Versenkung verschwinden“. Nun soll JP Morgan nach Berichten von der Wallstreet das erste der global wichtigen Finanzinstitute sein, das einen aktiv gemanagten Bitcoin-Fond auflegen wird. Es gibt Finanzexperten, die sich mit ihren Prognosen noch viel weiter aus dem Fenster lehnen als ihre Kollegen von JP Morgan: Bis 2024 könne der Bitcoin-Preis laut dem Chef der Investitionsgesellschaft Galaxy Digital eine halbe Million Dollar erreichen – also rund zehnmal höher als heute. Auch heftige Kursausschläge wie in dieser Woche ändern an den positiven Einschätzungen wenig oder gar nichts.


CEO von NAGA: Regulierungen werden den Bitcoin noch attraktiver machen

Weltweit gibt es rund 10.000 unterschiedliche Krypto-Währungen, aber der Bitcoin ist mit Abstand das bekannteste digitale Zahlungsmittel. Mit einem Wert aller im Umlauf befindlichen Coins von mehr als einer Billion Dollar kann der Bitcoin-Wert zwar nach wie vor stärker schwanken, ist aber endgültig auf dem Weg, ein ernstzunehmender Player in der Finanzwirtschaft zu werden. Immer wieder gibt es Überlegungen, den Bitcoin zu regulieren – durch einzelne Staaten, durch die Weltbank oder die EU. Noch reicht es, dass der Tesla-Chef Elon Musk angeblich all seine Bitcoin-Bestände verkaufen will – schon sinkt der Bitcoin wie in dieser Woche für kurze Zeit auf ein 3-Monats-Tief. Experten wie Benjamin Bilski, CEO der NAGA AG stehen diskutierten Regulierungen aufgeschlossen gegenüber. „Die Regulierung wird zu einer Stabilisierung führen, durch die solche bisher vollzogenen, zum Teil gigantischen Kurssprünge, nicht mehr möglich oder zumindest sehr unwahrscheinlich sind“ sagt der Chef der Social Trading Plattform NAGA, auf der auch Bitcoins gehandelt werden können.


 NAGA geht von zunehmender Akzeptanz des Bitcoins aus

Ein weiterer Meilenstein für den Erfolg des Bitcoins steht schon fest: In allen 50 Staaten der USA kann ab Sommer mit einer Bitcoin-Kreditkarte gezahlt werden. Der Clou: Das Bezahlen mit Bitcoins wird überall dort möglich sein, wo auch mit einer herkömmlichen Mastercard bezahlt werden kann. Zusätzlich gibt es beim Bezahlen mit der Karte, die von Mastercard und der Kryptobörse Gemini ausgegeben wird, Belohnungen für den Einkauf: Bei jedem Restaurantessen gibt es einen 3%igen Discount. „Je mehr Akzeptanz der Bitcoin erfährt, desto besser wird er sich zukünftig entwickeln und umso sicherer wird der Handel mit ihm. Die Chancen stehen gut, dass sich Bitcoin und Co. behaupten können“ ist sich der Chef der NAGA Group Benjamin Bilski sicher. Seine Handelsplattform NAGA konnte im April einen Rekord von 40.000 Kontoeröffnungen verbuchen – für viele Neukunden dürfte die Möglichkeit mit Bitcoin zu handeln ein wichtiger Grund für die Anmeldung gewesen sein.


Das noch nicht gelöste Krypto-Problem: Zu großer Energiebedarf  

Neben dem Bitcoin ist wegen seines rekordverdächtigen Anstieges inzwischen auch das Digitalgeld Ethereum bekannter geworden: Dieser digitale Token wurde im Juli 2015 zu einem Handelskurs von knapp 2 $ eingeführt. In dieser Woche wird ETH zum Preis von rund 2.236 $ (Stand 19. Mai 2021) gehandelt, was ihn zu einer der profitabelsten Krypto-Währungen macht – trotz tagesaktueller Verluste. Zwar ist „ETH“ noch lange nicht so viel wert wie Bitcoin, doch ist sein Preis alleine seit Jahresbeginn um das Fünffache gestiegen. Trotz aller Kursfeuerwerke bei vielen der Krypto-Währungen muss ein Riesenproblem dringend gelöst werden: Zum „Schürfen“, dem Produzieren der digitalen Währung, wird sehr viel Energie für gigantische Rechenzentren benötigt. Alleine das weltweite Bitcoin-Mining verbraucht fast doppelt so viel Strom wie ganz Österreich mit allen  Industrien und Privathaushalten.


Viele Krypto-Währungen sind eher spekulativ

Nicht jeder Anstieg eines Krypto-Coins ist gleichermaßen ernst zu nehmen: Der Dogecoin, immerhin auf Platz 5 mit Blick auf die weltweite Marktkapitalisierung, stieg zwar in kurzer Zeit um 8.700 Prozent im Wert, gilt aber vielen als „Spaß-Währung“ und nicht als ernstzunehmendes Investment. Auch hier spielte der Tesla-Chef Musk eine große Rolle: Zunächst bewarb er den „Dogecoin“, dann äußerte er in einer Talkshow negativ über die Währung und diese stürzte prompt ab. Dogecoin war übrigens von seiner Fangemeinschaft ursprünglich genutzt worden, um den Trip der jamaikanischen Bob-Mannschaft zu den olympischen Winterspielen zu finanzieren. Ob „Spaßcoin“ oder nicht muss jeder Anleger für sich entscheiden – auch von dieser Währung sind inzwischen Coins im Gegenwert von rund 70 Milliarden Dollar (Stand 13. Mai 2021) „geschürft“ worden.