Unfall NRW: Sechs Verletzte nach zwei schweren Lkw – Unfällen

Polizeiabzeichen und Einsatzwagen

Köln (ddna)

Bei zwei schweren Lkw – Unfällen auf den Bundesautobahnen 1 und 3 am Dienstagvormittag (1. Juni 2021) sind insgesamt sechs Menschen verletzt worden, drei davon schwer.

Am Morgen ist ein Lkw – Fahrer (51) an einem Stauende auf der BAB 3 etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Königsforst auf einen stehenden Sattelzug (Fahrer: 45) aufgefahren. Der 51-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Rettungskräfte befreiten ihn und brachten ihn mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Polizisten sperrten die Richtungsfahrbahn Oberhausen bis circa 11:30 Uhr und leiteten den Verkehr ab dem Autobahnkreuz Bonngburg ab.

Bei dem zweiten Unfall etwa 20 Minuten später auf der BAB 1 zwischen dem Kreuz Bliesheim und der Anschlussstelle Erftstadt ist ein litauischer Lkw – Fahrer (54) mit seinem Sattelzug auf einen bremsenden Lkw (Fahrer: 62) aufgefahren. Das Gespann wurde nach links abgewiesen und berührte zwei parallel fahrende Pkw. Einer der Wagen wurde von dem Lkw gegen die Mittelleitplanke gedrückt und eingeklemmt. Die 51-jährige Fahrerin wurde ernsthaft verletzt. Der zweite Pkw (Fahrer: 79) geriet nach dem Zusammenstoß ins Schleudern und kam auf dem Standstreifen zum Stehen. Der 79-Jährige erlitt ebenfalls schwere -, seine drei Fahrzeuginsassen leichte Verletzungen. Die Richtungsfahrbahn Dortmund war bis etwa 11 Uhr voll gesperrt. Den nachfolgenden Straßenverkehr leiteten Polizisten über das Kreuz Bliesheim um und ab 11 Uhr an der Unfallstelle vorbei. Aufräum – und Bergungsarbeiten sowie die Unfallaufnahme dauerten bis circa 13 Uhr.

Quelle: Polizei Köln, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Wenn in NRW das Blaulicht flackert – Verkehrsunfälle in Nordrhein-Westfalen

Eine erfreuliche News: 2019 starben die wenigsten Menschen auf unseren Straßen, seitdem schwere Verkehrsunfälle dokumentiert werden (seit 1953). Auch wenn 2019 32 Menschen weniger bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, es waren immer noch 458 Todesopfer.

Auch wenn die Entwicklung gut ist, mahnt Innenminister Herbert Reul: „Immer noch sind viele schlimme Unfälle auf unseren Straßen leicht vermeidbar“. Deswegen sei das Ziel seiner Politik, die Zahl der Verkehrstoten in NRW bis 2050 fast auf Null zu senken.

Vermeidbare Unfälle mit Todesopfern – dazu zählte die Polizei in 2019 in 97 Fällen zu schnelles Fahren, bei 39 Menschen wurde Alkohol- oder anderer Drogenmissbrauch festgestellt, 31 Getötete waren nicht angeschnallt und in einem Fall hatte das Opfer beim Fahren mit dem Handy telefoniert. Die Zahl ist fast unglaublich: 1.800 Unfälle pro Tag gab es 2019 in NRW, 679.000 insgesamt.

Wenn der Rettungswagen mit Blaulicht besonders schnell unterwegs ist dann ist oft ein Kind Opfer eines Verkehrsunfalls geworden: in fünf Fällen konnten Ärzte und Sanitäter 2019 den jungen Opfern nicht mehr helfen.

Blaulicht Redaktion