Polizei NRW: Polizei sucht dunklen VW Golf nach Unfallflucht

Zwei Polizisten

Duisburg (ddna)

Am Mittwochnachmittag (2. Juni 2021) kam es gegen 15:20 Uhr an der Homberger Straße in Höhe der König – Friedrich – Wilhelm – Straße zu einem Auffahrunfall: Der 49-jährige Fahrer eines Dodge RAM prallte in das Heck eines Peugeot Boxer, dessen Fahrer (56) eine Vollbremsung machen musste, weil aus der König – Friedrich – Wilhelm – Straße ein dunkler Golf nach links auf die Homberger Straße in Richtung Friedrich – Ebert – Brücke abbog. Der Golffahrer hielt zunächst an, stieg aus und kam zur Unfallstelle zurückgelaufen. Als der Besitzer des Peugeot ihm offenbarte, dass er die Polizei angerufen habe, stieg der Unbekannte wieder in sein Fahrzeug und fuhr Richtung Homberg davon. Die Unfallfahrer blieben unverletzt; An ihren Fahrzeugen entstand ein Schaden von 6.000 Euro. Der Flüchtige wird wie folgt beschrieben: Etwa 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß, dunkle Haare und schlanke Figur. Der Mann sprach akzentfreies Deutsch. Der Golf soll ein Duisburger Kennzeichen haben. Das Verkehrskommissariat 21 sucht Zeugen, die Angaben zur Identität des flüchtigen Fahrers oder dem Kennzeichen seines Wagens machen können. Hinweise bitte an die Rufnummer 0203-2800.

Quelle: Polizei Duisburg, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

In ganz NRW: immer mehr Beteiligte verschwinden von Unfallstelle

Eine gute Nachricht ist ohne Zweifel, dass es in unserem Bundesland immer weniger Verkehrsunfälle gibt. Aber: die Polizei ist besorgt, weil immer mehr Fahrer in Nordrhein-Westfalen vom Unfallort einfach abhauen. 2019, im Vergleich zu 2015, waren 5.000 Unfallbeteiligte mehr verschwunden: insgesamt 143.500 Fahrerinnen und Fahrer!

NRW-Innenminister Herbert Reul zu dieser Entwicklung: „Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“.

Die Chance mit einer Flucht vom Unfallort davon zu kommen ist nicht gut: 40,9% der Fälle werden von der Polizei aufgeklärt. Von 10 Verkehrsunfällen mit Getöteten und Fahrerflucht wurden 2019 sogar acht Fälle aufgeklärt. Von denen mit Schwerverletzten immerhin noch gut die Hälfte.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.