Blaulicht BW: Gleise überquert und Regionalzug ausgebremst

Polizeiauto

Wernau / Wendlingen (ddna)

Ein Mann hat am gestrigen Dienstagmittag (8. Juni 2021) bei Wernau unerlaubt die Bahngleise überquert und damit einen herannahenden Regionalzug zu einer Schnellbremsung gezwungen. Nach bisherigen Erkenntnissen überquerte der Unbekannte gegen 14:15 Uhr die Schienen zwischen Wernau und Wendlingen und lief offenbar im Gegengleis weiter in Richtung des Bahnhofs Wernau. Der Triebfahrzeugführer eines herannahenden Regionalzuges Richtung Immendingen leitete beim Erkennen der Person umgehend eine Schnellbremsung ein, wodurch ein Zusammenstoß mit dem Mann verhindert wurde. Der Unbekannte entfernte sich daraufhin und konnte trotz einer eingeleiteten Fahndung der Landes – und Bundespolizei nicht mehr angetroffen werden. Die im Zug befindlichen Reisenden verblieben nach bisherigem Kenntnisstand unverletzt. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen älteren Mann mit südländischem Erscheinungsbild handeln. Er soll mit einer beige-grauen Mütze sowie einem braun-roten Pullover bekleidet gewesen sein. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie z.B. Über – oder Unterführungen, überquert werden.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Stuttgart, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Blaulicht Redaktion