Polizei NRW: Unfallfluchten mit Sachschaden

Polizeiabzeichen und Einsatzwagen

Recklinghausen (ddna)

Datteln:

In der Zeit von 14:45 bis 16 Uhr verursachte ein unbekannter Autofahrer am Dienstag einen Sachschaden von geschätzt 1.500 Euro an einem schwarzen Audi. Der Wagen war auf der Castroper – Straße geparkt. Der Verursacher entfernte sich unerlaubt von der Unfallörtlichkeit.

Bottrop:

Auf dem Parkplatz eines Supermarkts an der Hauptstraße beschädigte ein Unbekannter einen weißen Seat Arona. Der Sachschaden beträgt etwa 3.000 Euro und wurde gegen Nachmittag verursacht. Hinweise auf den Verursacher liegen nicht vor.

Recklinghausen:

Am Dienstag kam es, zwischen 10:05 und 13:10 Uhr, auf dem Oberdeck eines Parkhauses am Kaiserwall zu einer Unfallflucht mit Sachschaden. Ein bisher unbekannter Autofahrer verursachte einen Schaden von etwa 1.500 Euro an einem grauen KIA Ceed und flüchtete unerkannt von der Unfallörtlichkeit.

Castrop – Rauxel:

Ein schwarzer Audi wurde am Dienstag, in der Zeit von 2 bis 9 Uhr, von einem unbekannten Autofahrer beschädigt. Das Auto war auf der Waltroper Straße geparkt. Der Sachschaden beträgt ca. 2.000 Euro. Hinweise auf den Verursacher liegen nicht vor.

Eine weitere Unfallflucht ereignete sich in der Zeit von Dienstag, 21:30 Uhr, bis Mittwoch, 9:40 Uhr, auf der Gaswerkstraße. Ein unbekannter Autofahrer verursachte an einem stehenden schwarzen Audi einen Sachschaden von geschätzt 3.000 Euro. Anschließend flüchtete der Verursacher unerkannt von der Unfallörtlichkeit.

Hinweise nimmt das zuständige Verkehrskommissariat unter der 0800 2361 111 entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen, Übermittlung: news aktuell

(Alle Informationen beruhen auf Angaben der zuständigen Polizei von heute)

Immer mehr Unfallfahrer verschwinden vom Unfallort

Weniger Verkehrsunfälle in unserem Bundesland – das ist auf jeden Fall eine gute News. Weniger schön: immer häufiger flüchten Fahrer und Fahrerinnen in Nordrhein-Westfalen von der Unfallstelle. 2015 waren es schon 139.000 Unfallbeteiligte, die einfach verschwanden, 2019 dann mehr als 143 Tausend, also noch einmal fast 5.000 Flüchtige mehr!

NRW-Innenminister Herbert Reul zu dieser Entwicklung: „Die steigende Zahl von Unfallfluchten ist ein echtes Problem. Da geht es nicht nur um Sachschäden in Millionenhöhe, da werden Menschen verletzt und sogar getötet“.

Die Chance mit einer Flucht vom Unfallort davon zu kommen ist nicht gut: 40,9% der Fälle werden von der Polizei aufgeklärt. Noch höher ist natürlich der Druck auf die Ermittler, wenn bei einem Unfall mit Fahrerflucht jemand getötet oder schwer verletzt wurde. Bei den Crashs mit Getöteten wurden acht von zehn Fällen aufgeklärt, bei den Unfällen, bei denen Menschen schwer verletzt wurden, immerhin die Hälfte.

Übrigens, der Gesetzgeber spricht weder von Fahrerflucht noch von Unfallflucht. Juristisch korrekt heißt es nach §142 des Strafgesetzbuches (StGB): „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“.